Porträt Zilpzalp Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Zilpzalp

DER ZILPZALP - Ein kleiner, eher unscheinbarer Vogel, mit einer großen Stimme. Sein Gesang ist Namensgeber des Zilpzalps.

Aussehen

Der Zilpzalp sticht in der Vogelwelt nicht durch eine besondere Zeichnung hervor. Sein Gefieder ist auf der Oberseite in Grau- und Brauntönen gefärbt, mit einem Schimmer ins Grünliche. Die Federn auf der Bauchseite sind heller und haben zur Brust hin manchmal einen zarten Hauch von Gelb. Auch im Gesicht, um seine Augen, hat der Zilpzalp gelbe Streifen. Die Füße des Vogels sind dunkel bis schwarz, der Schnabel ist schmal.

Weibliche und männliche Zilpzalps sind vom Aussehen her nicht zu unterscheiden. Beide Geschlechter wiegen bis zu 9 Gramm und erreichen eine Körperlänge von ca. 10 cm bis 11 cm.

Verhalten

Der Zilpzalp ist ein Bodenbrüter. Er baut sein Nest aus Grashalmen, Moos oder anderen Pflanzenteilen. Es wird entweder knapp über Bodenhöhe errichtet oder ist direkt auf dem Boden. Deshalb ist das Nest auch sehr anfällig für Fressfeinde. Mader, Katzen und sogar Eichhörnchen sind eine häufige Bedrohung für das Gelege.

Zilpzalpe gehen keine lebenslange Partnerschaft ein, sondern suchen sich jeden Frühling einen neuen Partner zur Paarung.

Ab April legt das Weibchen bis zu 6 Eier und bebrütet diese 12 bis 15 Tage. Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungvögel noch zwei Wochen im Nest.

Lebensraum

Der Zilpzalp lebt in Laub- und Mischwäldern. Nadelwälder bevorzugt er nicht, ab und an ist er jedoch auch dort anzutreffen. Auch in menschlicher Nähe, zum Beispiel am Rande von Städten, lebt der Zilpzalp häufig. Parks und Gärten sowie Friedhöfe besiedelt er ebenfalls gerne. Bei der Auswahl von Besiedelungsgebieten ist für den Zilpzalp als Bodenbrüter ausschlaggebend, dass die Vegetation in Bodennähe möglichst üppig und dicht ist. Zudem ist er auf Baumbestände in der Nähe angewiesen, da er dort vorzugsweise seine Nahrung findet.

Gefährdung

Obwohl der Zilpzalp als Bodenbrüter Fressfeinden häufiger ausgesetzt ist als Vögel, die in Bäumen oder Sträuchern brüten, zählt er nicht zu den gefährdeten Vogelarten.

Zugverhalten

Der Zilpzalp fliegt im Herbst in wärmere Gefilde. Im Winter ist er im Mittelmeerraum zu finden, zieht jedoch auch bis nach Afrika und in Richtung Arabische Halbinsel. Einige wenige Vögel bleiben auch in der kalten Jahreszeit in ihrem Brutgebiet. Vermutlich sind diese Versuche auf die Klimaerwärmung und die Winterfütterung zurückzuführen.

Nahrung

Der Zilpzalp macht Jagd auf kleine Insekten. Er frisst auch Spinnen und kleinere Schnecken sowie eher selten Früchte oder Beeren. In Gärten ist der Zilpzalp gerne gesehen, weil auch Blattläuse auf seinem Speisplan stehen.

Stimme

Sein melodischer "zilp-zalp-zilp-zalp"-Gesang in wechselnden Tonhöhen hat dem Vogel seinen Namen gegeben.

Porträt Wintergoldhähnchen Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Wintergoldhähnchen

DAS WINTERGOLDHÄHNCHEN

Aussehen

Das Wintergoldhähnchen ist an der Oberseite olivgrün und an der Unterseite cremeweiß. Besonders der Scheitel fällt auf, da dieser bei den Weibchen gelb und bei den Männchen orange gefärbt ist. Der Scheitel wird zusätzlich von schwarzen Längsstreifen eingerahmt. Die Augen sind groß und schwarz, werden aber von hellen Federn umgeben. Im Vergleich zum Sommergoldhähnchen hat diese Vogelart weder Augen- noch einen Überaugenstreif.

Das Wintergoldhähnchen ist um die neun Zentimeter groß und wiegt insgesamt nur sieben Gramm. Die Art gehört den Sperlingsvögeln an. Der Körper ist rundlich aufgeplustert. Die Wirkung erscheint so, da das Nackengefieder etwas länger ist und der Kopf dadurch angeklebt wirkt. Die Rückwärtskralle ist stark gebogen, was zeigt, dass diese Vogelart überwiegend in Nadelwäldern wohnt.

Verhalten

Es handelt sich hier um eine kleine Vogelart, die vor allem tagsüber aktiv und damit beschäftigt ist, Nahrung zu finden. Das Wintergoldhähnchen klettert auf der Astunterseite herum, um währenddessen Insekten von der Unterseite der Blätter und Nadeln einzusammeln und aufzufressen. Das Nest wird zu einem kugelförmigen Napf in einem dichten Nadelbaumgeäst gebaut. Insgesamt brütet diese Vogelart zwei Mal jährlich.

Die Nester werden gerne aus Spinnstoffen, Eierkokons und Gespinsten verschiedener Raupenarten gebaut. Das Nest ist am Ende dann so gut isoliert, dass das Weibchen die bebrütenden Eier bis zu 25 Minuten verlassen kann, ohne dass die Küken darin sterben.

Lebensraum

Am häufigsten trifft man in Misch- und Nadelwäldern auf das Wintergoldhähnchen. Zur Brutzeit ziehen diese gerne in einen Fichtenwald. Im Winter dagegen werden offenere Landschaften bevorzugt, sowie Gärten und Parks. Die Wintergoldhähnchen leben überwiegend in Mitteleuropa, bewohnen aber sogar die Azoren. Dort wohnen sie dann in Wacholdergebüschen oder in den immergrünen Macchien. Außerhalb der Brutzeit kann man die Vogelart auch in Schilfgebieten oder in Laubwäldern sehen. Ansonsten gibt es den Wintergoldhahn auch in Mittel- und Zentralasien, sowie im Südwesten Sibiriens und in Osteuropa.

Gefährdung

Diese Vogelart ist nicht gefährdet. Insgesamt gibt es in Europa 35 Millionen Brutpaare. Der Bestand ist jedoch zurückgegangen, da die Winter immer Kälter werden und fiele Fichtenbäume gefällt wurden. Wintergoldhähnchen brauchen nämlich einen gewissen Schutz und ein hohes Nahrungsangebot, da sie viel fressen müssen, um überhaupt überleben zu können.

Zugverhalten

Eigentlich sind Wintergoldhähnchen keine Zugvögel und überwintern die kalte Jahreszeit in Deutschland. Vögel jedoch, die aus dem Nordosten kommen, überwintern ihre Zeit lieber im Norden.

Nahrung

Am liebsten ernähren sich die Wintergoldhähnchen von Spinnen, Springschwänzen und Insekten. Generell fressen diese nur Gliederfüßer. Sie fressen sogar teilweise das Doppelte von deren Eigengewicht. Ihre Beute können sie mit den Fußkrallen nicht fassen. Mit dem Schnabel fällt es diesen ebenfalls schwer, die Beute zu fangen. Sie handhaben es so, dass sie die Spinnen und Insekten auf eine harte Unterlage schleudern, um diese dann mit einem Biss zu verschlingen. Diese Vogelart ist so verfressen, dass sich diese sogar durch Menschen nicht stören lassen.

Stimme

Der Ruf des Wintergoldhähnchens hört sich nach einem "Sri-sri-sri" an. Diese Laute werden oft hintereinander wiederholt. Sie haben einen feinen und nahezu wispernden Gesang und eine wunderschöne, angenehme Stimme zum Zuhören. Das Ende hört sich dann auch leicht trillernd an.

Porträt Waldbaumläufer Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Waldbaumläufer

DER WALDBAUMLÄUFER

Aussehen

Der Waldbaumläufer ist ein bisschen schlanker als der Gartenbaumläufer und hat einen kürzeren Schnabel und etwas längere Hinterzehen. Die Unterseite ist sogar silbrig weiß, während die Oberseite und der Scheitel bräunlich, beige oder weiß gefleckt sind. Ganz deutlich zu erkennen ist der Überauenstreif. Am Flügel sieht man zudem ein unregelmäßig gestuftes Flügelfeld, was charakteristisch für diese Vögel ist.

Er wird zwischen 23,5 und 14 Zentimetern groß und hat eine Flügelspannweite zwischen 18 und 21 Zentimetern. In der Natur wird dieser Vogel maximal drei Jahre alt.

Verhalten

Die Schwanzfedern sind steif und lang. Mit diesen kann sich der Waldbaumläufer am Stamm geschickt abstützten, wenn er für die Futtersuche auf den Baum klettert. Die langen Hinterzehen geben ihm Halt dabei. Der Schnabel ist fein gebogen, mit dem er die Insekten aus der Borke ziehen kann. Sein Nest baut er in Baumspalten und unter Rinden.

Der Waldbaumläufer gehört zu den eher kleineren Singvögeln, die für ihren Lockruf bekannt sind.

Den ganzen Tag verbringt er damit, die Unterseite von Ästen zu untersuchen. Er klettert geschickt die Bäume entlang.

Für gewöhnlich lebt diese Vogelart allein. Im Winter und sogar im Herbst kann es jedoch sein, dass sich der Waldbaumläufer anderen Vögeln wie den Meisen, Goldhähnchen und den Kleibern anschließt. Im Winter sitzen bis zu 15 Vögel beieinander, um sich gegenseitig Wärme zu verschaffen. Wenn es aber um sein Territorium geht, kennt der Waldbaumläufer keinen Spaß. Jeder Eindringling wird energisch vertrieben. Nachts wird dann in Baumspalten geschlafen. Die Einfluglöcher der Vogelnistkästen sind nicht besonders groß. So sieht der Vogel dann nach einem Federball mit einem langen Schwanz aus. Das Nest der Waldbaumläufer wird aus Würzelchen und Reisern gebaut und danach mit Wolle oder Federn ausgelegt, damit es die Eier schön warm und weich haben.

Lebensraum

Der natürliche Lebensraum für den Waldbaumläufer stellen Misch-, Nadel- und Laubwälder dar. Manchmal lässt er sich auch in Gärten und in Parks blicken. Er bewohnt ganzjährig die Wälder Europas - abgesehen von den Pyrenäen und die iberischen Halbinseln. In Asien kann man ihn oft sichten, da er sich hier gerne im Uralgebirge aufhält. Der europäische Bestand dieser Vögel liegt bei 11 Millionen Tieren.

Den Waldbaumläufer hat man auch schon in den Wäldern der Alpen gesichtet, sowie in den höheren Mittelgebirgen.

Gefährdung

Der Waldbaumläufer ist nicht gefährdet. Wenn jedoch der Bestand der Borkenwälder zurückgehen würde, könnte der Vogel definitiv unter dem Verlust leiden.

Zugverhalten

Der Waldbaumläufer ist das ganze Jahr in Deutschland zu sehen, sodass er nicht zu den Zugvögeln gehört.

Nahrung

Der Waldbaumläufer frisst hauptsächlich Spinnen und Insekten von den Bäumen. Zur Nahrungssuche muss er also klettern und ruckartig in die Stämme hineinpicken. Er stochert dafür in den Ritzen herum. Rüsselkäfer, kleine Falter und Springschwänze sind für diesen Vogel ganz besondere Leckerbissen, die er ganz verschluckt. Sein Bauch ist aber stark genug, um die tierischen Reste vollständig zu verdauen.

Stimme

Eine dünne und feine Stimme ist für den Waldbaumläufer charakteristisch. Sein Ruf hört sich nach einem "si-si-drrrr" an. Kleine Schnörkel und Triller sind am Ende auch zu hören. Der Vogel hat generell eine hohe pfeifende Stimme.

Porträt Tannenmeise Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Tannenmeise

DIE TANNENMEISE

Aussehen

Tannenmeisen sehen aus, als wären sie die kleinen Geschwister der Kohlmeisen. Ihr Kopf ist relativ groß und schwarz, mit weißen Wangenflecken. Teilweise bilden sie eine kleine Kopfhaube aus. Am Kinn haben die Tiere einen kleinen schwarzen Latz. Die Unterseite ist grau bis beige, an den Flanken rahmfarben. Der Rücken und die Flügel sind olivgrau bis blaugrau. Markant sind die doppelten weißen Flügelbinden. Am sichersten ist die Tannenmeise an ihrem weißen, streifenförmigen Nackenfleck zu erkennen.

Die Vögelchen werden 10 bis 11 cm groß und wiegen 8 bis 10 g.

Männchen, Weibchen und flügge gewordene Jungvögel unterscheiden sich optisch nicht voneinander.

Verhalten

Tannenmeisen sind lebhafte Vögel. Am liebsten halten sie sich in den Baumwipfeln auf, dort suchen sie den ganzen Tag nach Nahrung.

Geschickt klettern sie zwischen den Zweigen umher. Ihre Füße umschließen die Äste wie kleine Zangen, sie können damit sogar kopfunter hängend Futter suchen.

Die kleinen Meisen legen für schlechte Zeiten Vorratslager an. Dort bunkern sie hauptsächlich Fichtensamen und andere Sämereien.

Im März beginnt die Balzzeit, anschließend wird gebrütet. Tannenmeisen sind Höhlenbrüter. Sie bauen ihre Nester in Bodennähe in Felsspalten, zwischen Baumwurzeln oder in Erdhöhlen. Das Weibchen legt 8 bis 9 Eier. Es brütet allein, ihr Partner versorgt sie in der Zeit mit Futter. Nach 13 bis 16 Tagen schlüpfen die Jungen. 20 Tage später werden sie flügge und verlassen das Nest. Die Eltern füttern die Kleinen noch 2 bis 3 Wochen, dann sind sie auf sich allein gestellt.

Die kleinen Meisen brüten nur einmal im Jahr. Hat sich ein Paar gefunden, bleibt es oft ein Leben lang zusammen. Das sind bei Tannenmeisen rund 5 Jahre.

Im Winter schließen sich die Vögelchen zu kleinen Gruppen zusammen. Oft sieht man sie gemeinsam mit Blau- oder Kohlmeisen umherstreifen. Mit etwas Glück kann man sie am Futterhaus oder Meisenknödel beobachten.

Die kleinen Kerlchen müssen aufpassen, dass sie Sperbern, Elstern oder Eichelhähern nicht zum Opfer fallen.

Lebensraum

Ihr bevorzugter Lebensraum sind Nadelwälder. Man findet sie aber ebenso in Mischwäldern und Parkanlagen mit Nadelbäumen. Möchte man sie beobachten, sollte man sich eine hohe alte Fichte mit herabhängenden Zweigen suchen. Dort finden Tannenmeisen Schutz und Nahrung. Es wird nicht lange dauern, bis sich eine der kleinen Meisen blicken lässt.

Gefährdung

Tannenmeisen gelten als nicht gefährdet. Die Bestandszahlen sind gleich geblieben.

In den letzten Jahren sind viele Fichtenbestände der Trockenheit und dem Waldsterben zum Opfer gefallen. Aus solchen Gebieten ziehen sich die Vögel zurück.

Zugverhalten

Tannenmeisen bleiben das ganze Jahr bei uns. Wird in strengen Wintern die Nahrung knapp, ziehen einige in Richtung Mittelmeer.

Nahrung

Im Sommer ernähren sich die Meisen von Insekten, Larven und Spinnen. Verschwinden ihre Beutetiere im Herbst, ernähren sie sich von den Samen der Nadelbäume. Am liebsten mögen sie Fichtensamen.

Am Futterhaus bevorzugen die munteren Tierchen Samen in Pflanzenfett.

Junge Tannenmeisen sind sehr hungrig. Ihre Eltern fliegen in einer Stunde 20- bis 56-mal mit Futter zum Nest.

Stimme

Die Rufe klingen wie ti tüüe oder tüü. Ihr Gesang ist höher und schneller als der der Kohlmeisen, ein leises, sanftes wize, wize, wize.

Porträt Sumpfmeise Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Sumpfmeise

DIE SUMPFMEISE - 11 bis 13 Zentimeter groß, ähnelt sie äußerlich der noch selteneren Weidenmeise. Im Vergleich zur Weidenmeise, welche eine matt schwarze Kopfplatte besitzt, ist diese bei der Sumpfmeise glänzend schwarz. Der kleine Vogel besitzt dabei eine rundliche Form und brütet in feuchten Gebieten mit vielem toten Holz. Daneben kann man die kleinen Flieger auch in stark bewachsenen Parks antreffen. Im Gegensatz zum Namen trifft man die kleinen Vögel nicht im Sumpf an. Als Brutplätze für den Nestbau werden gerne Astlöcher, Baumhöhlen oder auch Nistkästen genommen. Der Bestand ist mit etwa 450.000 Brutpaaren stabil. Somit ist die Sumpfmeise eine von insgesamt dreißig Meisenarten. Die Meisen gehören dabei zur Ordnung der Sperlingsvögel.

Aussehen

Die Sumpfmeise hat im Gegensatz zur Weidenmeise kein helles Armschwingenfeld, wenn diese die Flügel zusammenlegt. Darüber hinaus ist die Oberseite dies Gefieders größtenteils braun. Die Unterseite des Vogels ist hell und geht in Beige über. Die schwarze Kopfplatte erstreckt sich von der Stirn bis in den Nacken. Der schwarze Kinnfleck ist bei der Sumpfmeise schmal und grenzt sich stark ab. Darüber hinaus besitzt der Vogel helle Wangen.

Verhalten

Sumpfmeisen legen wie Weidenmeisen Futtervorräte an, wenn das Angebot an Nahrung reichlich ist. Im Frühjahr werden geeignete Baumhöhlen zum Brüten gesucht. Sollten diese nicht vorhanden sein, so werden auch gerne Nistkästen angenommen. Sumpfmeisen sind ausgesprochen treu zu ihrem Partner und leben daher in Dauerehen.

Lebensraum

Die Sumpfmeisen kann man vor allem in feuchten Laubwäldern mit viel Totholz antreffen. Darüber hinaus kann man die Vögel auch in Parks mit vielen Laubbäumen finden. In Sümpfen sind die Vögel dagegen nicht zu finden. Nach der Wahl des Nestes brüten die Vögel in der Regel zwischen April und Mai.

Gefährdung

In Deutschland sind die Sumpfmeisen nicht gefährdet und daher häufig anzutreffen. Auch weltweit ist der Vogel nicht gefährdet. Sumpfmeisen erreichen in der freien Natur ein Alter von fünf Jahren.

Zugverhalten

Sumpfmeisen sind keine Zugvögel und sind daher das gesamte Jahr über in Deutschland anzutreffen.

Nahrung

Der Speiseplan von Sumpfmeisen besteht hauptsächlich aus Insekten wie Spinnen oder Ameisen sowie andere Insekten welche sie in Baumrinden oder Höhlen finden. Es werden allerdings gerne auch Sämereien angenommen. Die Vögel erreichen dabei ein Gewicht von zwölf Gramm.

Stimme

Sumpfmeisen besitzen einen eher monotonen Gesang. Darüber hinaus besitzt die Vogelart allerdings unterschiedliche Strophentypen. Häufig zu hören sind dann Rufe wie „tjepp tjepp tjepp“ oder „tjä tjä tjä“. Der Ruf der Sumpfmeise ist ein sehr explosives „pitsü“ oder „pitsä-dä-dä-dä“.

Porträt Stieglitz Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Stieglitz

DER STIEGLITZ - Carduelis carduelis, ist auch als Distelfink bekannt. Er hat eine wellenförmige, beinah hüpfende Flugbewegung.

Aussehen

In ihrer Größe mit 12 bis 13,5 cm fallen Stieglitze nicht besonders auf. Anders ist es mit ihrer leuchtend gelben Flügelunterseite, ihrem roten Gesicht und mit dem elfenbeinfarbenen Schnabel. Laut einer Sage hat der Stieglitz dieses rote Gesicht bekommen, als er Jesu Christi einen Dorn aus der Haut zog. Er wollte angeblich damit die Schmerzen lindern und bekam das heilige Blut ab. Unabhängig von der Sage, besitzt der Stieglitz einen beigefarbenen Rücken und einen hellen Bauch. Auf der Bauchseite gibt es ebenso ein braunes Brustband. Der Schwanz dieser Vögel ist schwarz. Schwarz ist ebenso die restliche Farbe der Flügel. Im Federkleid gibt es zwischen Männchen und Weibchen keinen Unterschied. Lediglich junge Vögel unterscheiden sich. Sie haben noch kein rotes Gesicht.

Verhalten

Stieglitze halten sich gern in großen Gruppen auf. Die Aufmerksamkeit ziehen sie aber auch auf sich, wenn sie fröhlich singen und ihren wellenförmigen Flug vorführen. Nach dem Flug landen sie in mittelhohen Pflanzen. Von ihnen futtern sie die reifen Blütenstände. Beim Knacken der Samenkapseln hilft ihnen ihr spitzer Schnabel.

Ihre Nester bauen sie aus Gräsern, Zweigen und Spinnweben. Sie sind gut versteckt in Gehölzen.

Lebensraum

Samenreiche Kulturlandschaften sind das Richtige für Stieglitze. Hierzu gehören Feldsäume, Obstwiesen und Brachen. Auch weniger dichte Wäldchen, Waldränder oder Hecken werden angenommen. Demzufolge kann der Stieglitz überall dort gefunden werden, wo es solche gibt - also auch in Gärten und Parks.

Gefährdung

Momentan gelten Stieglitze nicht als gefährdet. Zwischen 1990 und 2013 gab es jedoch in Deutschland und Österreich ein Rückgang von 48 %. Vermutlich hing dieser mit der Verbreitung der intensiven Landwirtschaft in der Zeit zusammen.

Zugverhalten

Der Stieglitz ist ein Standvogel bzw. Kurzstreckenzieher. Sein Überwinterungsgebiet ist in Mittel-, Süd- und Westeuropa. Aus Deutschland verschwindet er damit den Winter über nicht.

Nahrung

Insekten werden bei der Aufzucht der Jungvögel verfüttert. Außerhalb dieser Saison sind sie nicht interessant. Denn Stieglitze bevorzugen pflanzliche Kost. Vor allem Samen von Staudengewächsen werden gern gegessen. Dazu kommen Samen von Erlen und Birken. Ebenso stehen die Samen von Disteln, Karden, Kletten, Hirtentäschelkraut, Ampfer, Vogelmiere, Sonnenblumen, Kornblumen, Beifuß, Knöterich, Kiefernzapfen, Mädesüß und Wegerich auf dem Speiseplan. Das Futter wird auf Brachen oder auf Feldrändern gesucht.

Stimme

Der Name des Stieglitzes ist auf seine Stimme zurückzuführen. Seine Rufe erklingen als „ti-ke-lit“. Ihr Gesang ist dabei eher leise. Er besteht aus verschiedenen Elementen, die sich zwitschernd oder trillernd anhören.

Porträt Star Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Star

DER STAR

Aussehen

Der Star (Sturnus vulgaris) hat eine Größe von 19 bis 22 Zentimetern und ein Gewicht von 81 Gramm, wobei Weibchen mit durchschnittlich 76 Gramm etwas leichter sind. Das Gefieder des Stars hat eine schwarze Grundfarbe, die einen violett-grünen Metallglanz hat. Der Metallglanz ist bei den Weibchen etwas weniger ausgeprägt. Außerhalb der Brutzeit trägt der Star ein sogenanntes Schlichtkleid, das mit weißen Flecken übersät ist. Der Schnabel des Stars ist gelb und spitz. Beim Weibchen ist er an der Unterseite weiß-gelblich gefärbt und beim Männchen blaugrau. Der Schwanz des Stars ist auffallend kurz. Das Federkleid von Jungstaren hat keinen Metallglanz. Ihr Gefieder ist erdbraun, wobei die Kehle weißlich aufgehellt ist. Ihre Schwingen und Steuerfedern sind dunkelbraun. Ihr Schnabel ist mattbraun. Stare können bis zu 20 Jahre alt werden.

Verhalten

Außerhalb der Brutzeit leben Stare in großen Schwärmen zusammen. Sie erheben sich auch im ganzen Schwarm in die Luft und fliegen in beeindruckenden Formationen. Die Stare begeben sich gemeinsam auf die Nahrungssuche. Sie benutzen auch gemeinsame Schlafplätze vor allem in Schilfgebieten oder in Bäumen und in dichten Sträuchern, die sich auch in Stadtzentren befinden können.

Lebensraum

Der Star ist in ganz Mitteleuropa und in Asien weitverbreitet. Er ist an Flüssen, Seen, Wäldern, Parklandschaften und Kleingärten anzutreffen. Er hält sich sogar in Stadt- und Dorfzentren auf. Der Star meidet lediglich geschlossene Waldgebiete, Höhenlagen ab 1000 Metern und kahle Agrarlandschaften. Er brütet in Gärten, Wäldern und Parks, in Baumbeständen in der Nähe von Wiesen. Seine Nester baut der Star in Baumhöhlen, Felsspalten und in eigens für ihn aufgestellten Nistkästen.

Gefährdung

In Deutschland gehört der Star mittlerweile zu den gefährdeten Arten. Er hat in den letzten 20 Jahren rund 39 Prozent seines Bestandes verloren. Laut Naturschutzbund NABU gibt es nur noch etwa 3 Millionen Stare. Da sein Bestand rapide abnimmt, ist er in der deutschlandweiten Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft. Grund für die Abnahme des Bestandes ist der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, durch die immer mehr Insekten sterben und sich die Nahrung der Stare verringert.

Zugverhalten

Je nach geografischer Lage ist der Star in Europa Standvogel oder ein Mittelstreckenzieher. In Mitteleuropa sind 2,5 Prozent der Stare Standvögel. Die restlichen Stare beziehen Winterquartiere im Mittelmeerraum und in Nordwestafrika. Sie legen dabei eine Zugstrecke von etwa 2000 Kilometern zurück.

Nahrung

Stare sind eigentlich Allesfresser, wobei sich die Nahrung je nach Jahreszeit unterscheidet. Im Frühjahr und im frühen Sommer besteht die Nahrung aus Insekten, Regenwürmern und kleinen Schnecken. Im übrigen Jahr ernährt sich der Star vorwiegend von Obst und Beeren. Außerdem sind Stare häufig Gast bei Nahrungsabfällen des Menschen auf den Müllkippen.

Stimme

Den Gesang von Staren kann man das ganze Jahr über hören. Sie sitzen dabei meist auf einem höheren Platz und während der Brutzeit nahe der Bruthöhle. Bei intensivem Gesang sträubt der Star sein Gefieder und flattert mit den gespreizten Flügeln. Der Star hat die Fähigkeit, Tierstimmen und Laute zu imitieren, was allgemein mit „Spotten“ bezeichnet wird. Sein Gesang besteht aus ansteigenden und abfallenden Pfeiftönen, Schnalz-, Zisch- und Rätschlauten, obendrein aus Imitationen von anderen Vogel- oder Tierstimmen und technischen Geräuschen. Er ahmt beispielsweise die Rufe von Wachteln, Mäusebussarden oder Kiebitzen nach, ebenso Hundegebell oder das Geräusch eines Rasenmähers oder den Klingelton eines Handys. Er hat auch Rufe für Bedrohungen parat. Vor Feinden aus der Luft wie Krähen oder Greifvögeln warnt er mit einem schnellen, scharfen, sehr kurzen „spett spett“. Vor Feinden auf dem Boden warnt er mit einem langgezogenen „brrrrrt“ oder „tschrrr“.

Porträt Sommergoldhähnchen Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Sommergoldhähnchen

DAS SOMMERGOLDHÄHNCHEN - Sommer- und Wintergoldhähnchen sehen sich zum Verwechseln ähnlich, erst beim genaueren betrachten merkt man die unterschiedlichen Gesichtszeichnungen. Wie der Name schon vermuten lässt trifft man das Sommergoldhähnchen nur im Sommer bei uns an, den Winter verbringen sie in wärmeren Gegenden. Diese Vogelart sieht man desöfteren in Parks, da sie nicht auf Nadelbäume angewiesen sind.

Aussehen

Das Sommergoldhähnchen zählt zu den kleinsten Vogelarten Europas. Es ist nur 9 Zentimeter lang, wiegt zwischen 4 und 6 Gramm und hat eine Flügelspannweite von 13 bis 16 Zentimetern

Der Rücken ist gelbgrün und der Bauch weiß-grau, die Flügel sind dunkler und mit zwei weißen Flügelbinden versehen. Der weiße Überaugenstreif und die unglaublich auffallend, leuchtenden gelbgrünen Halsseiten sind die wesentlichen oder auffallendsten Unterschiede zwischen Sommer- und Windergoldhähnchen.

Optisch unterscheiden sich die Geschlechter kaum, beim Männchen ist der Scheitelstreifen mehr orange, während dieser beim Weibchen gelblicher erscheint.

Verhalten 

Das Sommergoldhähnchen ist unermüdlich und mit großem Fleiß auf der Suche nach Nahrung. Bervorzugt picken sie die Beute aus der Rinde der Bäume, aus Büschen und Sträuchern. Ihr Nest wird oftmals als hängender und kugelförmiger Napf gebaut. Dies geschieht zumeist an der unterseite eines Astes. Moos als Polsterung sorgt für den nötigen Komfort.

Beim Nestbau helfen beide Elternteile mit, genauso läuft dies bei der Fütterung der Jungtiere.

Die Brutzeit bei Sommergoldhähnchen dauert von Mitte April bis Ende Juli. Bebrütet werden sie in etwa zwei Wochen.

Knapp 3 Wochen nach dem Schlüpfen verlassen die Jungtiere das Nest. Auch sie fühlen sich genau wie Erwachsene Sommergoldhähnchen in den höhergelegenen Baumschichten wohl.

Lebensraum 

Sommergoldhähnchen sind in Laub- und Mischwäldern, als auch in Parks anzutreffen, aber auch in niedrigen Büschen fühlen sie sich wohl. Anders als die Wintergoldhähnchen sind sie nicht an Nadelbäume gebunden, halten sich aber auch gerne in Baumwipfeln auf. Verbreitet ist diese Vogelart in Südwest- und Mitteleuropa, aber auch in den Gebirgen von Nordafrika und Kleinasien.

Gefährdung

Sommergoldhähnchen sind nicht gefährdet.

Zugverhalten 

Im Oktober ziehen sie von weiten Teilen Deutschlands und Polen nach Südfrankreich, Spanien und Nordafrika, weil sie die wärmere Umgebung bevorzugen.

Im April geht es für die Vögel wieder zurück zu ihren Brutgebieten.

Nahrung 

Sommergoldhähnchen fressen jegliche Art von Insekten, deren Larven und Spinnen.

Stimme

Der Gesang dieser Vogelart ist ähnlich dem einer Meise, ein leises sisisi. Die leicht ansteigende Folge der Töne endet mit einem kurzem Triller.

Porträt Singdrossel Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Singdrossel

DIE SINGDROSSEL - oder „Turdus philomelos“, wie ihr wissenschaftlicher Name lautet, erkennt man leicht an ihrem schönen Gesang, der auch namensgebend ist. Optisch ist es leicht möglich, sie mit der Misteldrossel zu verwechseln, jedoch ist diese deutlich kleiner. In Deutschland wird von einem Gesamtbestand von ca. 1.600.000 bis 1.950.000 Brutpaaren ausgegangen, so dass der stabile Bestandstrend bei ca. +5% liegt und sie hier nahezu flächendeckend verbreitet ist.

Leider erleidet sie hohe Verluste durch Jagdaktivitäten, da es erlaubt ist, sie in nahezu allen südeuropäischen Ländern zu schießen.

Etwas kurios mutet es dagegen an, dass Plätze mit zerschlagenen Schneckenhäusern „Drosselschmiede“ genannt werden, denn Singdrosseln fressen sehr gerne Schnecken. Deren Häuser werden dann praktischerweise auf einem Stein aufgeknackt – der „Schmiede für Drosseln“!

Als Standvogel und Kurzstreckenzieher sind sie gut von Anfang März bis Ende Oktober zu beobachten. Die nachfolgende Auflistung gibt noch mehr Einblick in das Leben der Singdrosseln…

Aussehen

Singdrosseln sind zwischen 20 bis 22 cm groß, und ihre Oberseite ist nahezu einfarbig braun. Die weiße Unterseite, an Brust und Flanken ockerfarben hinterlegt, ist mit dunklen, keilförmigen Flecken übersät. Der Schnabel ist schwarz mit einer hellen Basis, und die Beine sind hell-rosa.

Verhalten

Die Singdrosseln gehören zu den kleinen, lebhaften Vögeln. Man sieht sie häufig auf dem Boden, wo sie eifrig nach Würmern Ausschau halten. Es ist schwierig, die Nester der Singdrosseln zu finden – gut versteckt, werden sie meistens in Nadelgehölzen angelegt. Ihre Jungen schlüpfen gleichzeitig und werden von beiden Elternteilen gefüttert.

Lebensraum

Die Singdrosseln bewohnen sowohl Laub-, Misch- und Nadelwälder als auch Gärten und Parks.

Gefährdung

In Deutschland sind Singdrosseln nicht gefährdet.

Zugverhalten

Singdrosseln überwintern in der Regel in Südeuropa und Nordafrika. Jedoch zieht es sie auch nach Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.

Nahrung

Die Singdrossel frisst am liebsten Schnecken, Regelwürmer und Insekten. In der kalten Jahreszeit stehen auch vermehrt Sämereien und Beeren auf ihrem Speiseplan.

Stimme

Singdrosseln beeindrucken durch einen sehr lauten und abwechslungsreichen Gesang. Dabei werden unterschiedliche Motive meistens zwei- bis viermal wiederholt. Zieht sie ihre Kreise in der Luft oder verfolgt ein Ziel, ist häufig ein spitzes „ziit“ zu hören.

Was es von der Singdrossel sonst noch zu berichten gibt…

Obwohl Singdrosseln, wie bereits erwähnt, in Deutschland flächendeckend verbreitet sind, liegt ihre Anzahl aber unter der von Amseln. Will man sie beobachten, muss man im Unterholz sowie auf großen Wiesen nach ihnen suchen. Ganz auf Nummer sicher geht man mit ihrem Gesang, denn, wenn man sie kennt, die stets wiederholten Strophen der Singdrossel, hat man mit der Suche schnell Erfolg.

Damit es der Singdrossel im heimischen Garten gut geht, kann man ihn insektenfreundlich mit einzelnen Bäumen und vielen Sträuchern gestalten. Diese bieten den Vögeln sowohl Nist- und Nahrungsmöglichkeiten.

Bleibt jetzt noch zu klären, warum Drosseln in der Dämmerung, abends oder auch nachts so gerne singen, oder? Ornithologen haben herausgefunden, dass Insekten eine gewisse Temperatur benötigen, um aktiv zu sein – und die wird erst später erreicht, so dass die Vögel die kühlen Morgen- und Abendstunden zum Singen nutzen.

Aber warum singen sie abends so laut? Hier gilt das Hormon Melatonin als Auslöser, das in der Nacht gebildet wird und die biologische Uhr der Vögel steuert. Durch Helligkeit angeregt, wird Melatonin im Körper ausgeschüttet und veranlasst auch die Singdrossel zum Zwitschern…

Porträt Schwanzmeise Aussehen Nahrung Stimme

Porträt Schwanzmeise

DIE SCHWANZMEISE - ist ein Mittel- und Nordeuropäischer Singvogel. Sie gehört zu den Sperlingsvögeln und hat den lateinischen Namen Aegithalos caudatus. Aegithalos ist der Gattungsname und Cauda heißt Schwanz. Ihr langer Schwanz dient zum Balancieren außen auf kleinen Zweigen, wenn sie Nahrung sucht.

Aussehen

Mit 13 – 16 Zentimetern Länge ist die Schwanzmeise recht klein. Der kugelrunde Körper beträgt davon 6 – 10 Zentimeter. Der Schwanz macht 60 % der Gesamtlänge aus, daher auch der Name. Der schwarze Schnabel ist 6 – 7 Millimeter kurz und fein. Der Vogel wiegt 7 -10 Gramm und hat eine Flügellänge von 6 - 7 Zentimetern.

Es gibt vier Unterarten. Der europaeus hat einen dunklen, gestreiften Kopf, die ihm ähnliche Art einen streifigem Kopf und höheren Weißanteil. Eine weitere Art hat einen weißlichen Kopf und einzelne dunkle Federn. Zudem gibt es ihn mit einem rein weißen Kopf, abgegrenzt zum schwarzen Nacken.

Die Schwanzmeise hat eine helle Unterseite mit leicht rosabräunlichen Flanken. Der Mantel ist meist schwarz und die Schulterfedern rosa. Sehr auffällig ist das gelbe Augenlid.

Verhalten

Mit ihrem langen Schwanz kann die Schwanzmeise bis auf die äußeren Zweige zur Nahrungssuche balancieren. Sie ist ein lebhafter Vogel und klettert gern kopfüber an Ästen. Da sie auf einem Fuß stehen kann, kann sie mit dem anderen Fuß das Futter halten und fressen. Sie hält sich außerhalb der Brutzeit in größeren Trupps auf. Im Winter kuschelt sich der Schwarm zusammen und wärmt sich. Die Schwanzmeise baut beeindruckende Nester.

Lebensraum

In der geografischen Verbreitung findet sich die gestreifte Kopfform vor allem in West- und Südeuropa, der weiße Kopf in Nord und Osteuropa und in Mitteleuropa die anderen sowie Mischformen.

Sie lebt gern in Waldgebieten mit Laub- und Mischwäldern und in Buschgebieten mit hohem Gebüsch wie in Parks aber auch dazwischen auf offenen Flächen und in Gewässernähe. In Europa ist sie nur in Island nicht heimisch.

Gefährdung

Die Schwanzmeise gehört nicht zu den gefährdeten Arten.

Zugverhalten

Schwanzmeisen sind Standvögel, das heißt, sie bleiben das Jahr über hier. Gruppen aus nördlichen Ländern kommen aber oft nach Mitteleuropa.

Nahrung

Die Schwanzmeise besteht zum großen Teil aus Insekten und den Larven sowie anderen Gliederfüßlern, ihren Larven und Eiern. Sie mögen gern kleine und kleinste Insekten. Dazu lesen sie Blattläuse und Schildläuse von äußeren Zweigen der Bäumen ab, ohne sich besonders zu spezialisieren.

Dazu kommt pflanzliche Nahrung wie Knospen, Sämereien und kleine Beeren sowie Baumsaft zur kalten Jahreszeit. Sie genießen auch die Nüsse, Brotkrumen oder Käse in der Winterfütterung.

An die Nestlinge werden Raupen von Schmetterlingen verfüttert wie Eichenwickler, Schwammspinner oder Nonne und Käfer oder Blattläuse sowie Beeren und Samen.

Stimme

Die Schwanzmeise erhebt ihre Stimme selten. Es ist ein charakteristischer Ruf und eher ein feines Trillern oder ein schnurrendes trr-trrr-trrr. Die Stimme unterscheidet sich erheblich von anderen Meisen, mit denen sie sich trifft. In kurzer Entfernung lässt sie ein scharfes, stimmloses prrt-prrt-prrt hören. Bei weiten Strecken überfliegenden Trupps hört man ein trillerndes srii-srii-srii, das sich beim Abflug oder Einflug in ein charakteristisches, trillerndes siririririri ändert.

Bei der Partnerfindung sind hohe si-si-si-Laute zu hören. Der seltene Gesang bei starker Erregung klingt Rohrsängern ähnlich: zwitschernd, aber leiser und weicher. Die 5 – 6 Wochen jungen Vögel legen ihre Rangordnung damit fest.

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