Holzart Ahorn

Beschreibung der Holzart Ahorn


Verbreitung:

Der Ahornbaum zählt zur Gattung der Akazien und gehört der Familie Sapindaceae. Er ist in 200 verschiedenen Arten vertreten. Von Europa über Australien, Afrika und Asien bis hin zu Nordamerika. Meist verbreitet ist der Ahorn allerdings in Kanada und den USA. In Europa hingegen sind etwa 13 Arten zu finden. Bedeutend für den industriellen Gebrauch sind in Europa gelegentlich Bergahorn und Spitzahorn. In Kanada und Amerika der Zucker- und Feldahorn.

Kurzbeschreibung:

Der Ahornbaum wächst geradlinig und zylindrisch und erreicht einen Durchmesser zwischen 50 bis 90 cm. Die helle Farbe des Ahornholzes macht es zu der auserlesensten heimischen Holzart. Der Bergahorn ist dank seiner kontinuierlichen, hellen Farbe das meist verarbeitete Holz in Europa. Die Verfügbarkeit ist allerdings relativ gering. So wird für die Möbelindustrie vor allem Holz aus der Gruppe der „Hard Maple“ (Hartes Ahornholz) importiert.

Farbe und Struktur:

Ahornholz zeichnet sich durch seine gleichförmige Struktur und dünne Poren aus. Seine Farbe ist besonders hell, von Weiß bis Hellgelb. Wird es an der Oberfläche behandelt, so verliert sich diese Färbung ein wenig. Das angewandte Material ist deshalb bei der Bearbeitung von grosser Bedeutung. Benutzt man ein Öl mit weißen Pigmenten, so bleibt die Originalfarbe erhalten, die Musterung aber wird geschwächt. Ein Öl ohne Pigmente dagegen verstärkt die Maserung, das Holz beginnt jedoch gelblich und einige Nuancen dunkler zu werden.
Während der Spitzahorn zwischen gelben und graulichen Tönen variiert, zeichnet sich der Feldahorn in eher rötlicher Farbe aus. Das amerikanische sowie kanadische Ahornholz ist gelblich-braun und entschieden dunkler als das heimische Ahornholz. Bergahorn ist nahezu weiß. Sein Splint und Kern haben identische Farben, man erkennt jedoch die Jahresringe. Bei intensivem Lichteinfluss kann dieses Ahornholz sogar vergilben. Der Faserverlauf des Bergahorns ist gerade.
Der Zuckerahorn ist gelblich-weiß bis nahezu komplett weiß. Der Zuckerahorn kann ebenso bei starker Sonneneinstrahlung und Trocknung vergilben. Anders als beim Bergahorn verlaufen hier die Fasern oftmals unregelmäßig, was sich in der Bearbeitung bemerkbar macht.
Die Härte des Holzes ist je nach Art verschiedenartig. So unterscheidet man in Nordamerika zwischen weichem (Soft Maple) und hartem Ahornholz (Hard Maple), was von der Darrdichte abhängt.

Gesamtcharakter:

Ahornholz sticht durch seine hohe Widerstandsfähigkeit, Stabilität und Elastizität hervor.

Bearbeitbarkeit:

Da es kein besonders hartes Holz ist, lassen sich die Oberflächen gut bearbeiten, mühelos polieren, beizen und färben. Sonst ist bei der Bearbeitung von Ahorn die Dichte von grosser Bedeutung. Bei geradem Faserverlauf lässt er sich problemlos biegen. Sind Faserabweichungen vorhanden, ist die Bearbeitbarkeit beeinträchtigt.

Trocknung:

Ahornholz lässt sich leicht trocknen. Damit es seine helle Farbe beibehält, sollten die Bretter während der Trocknung auf den Kopf gestellt werden. So entweicht die Wassermenge aus dem Stammende. Sobald die Bretter eine runde Form erhalten haben, sollte man sie waagrecht staffeln und nach einem halben Jahr wieder neu aufeinandersetzen und ausreichend lüften. Bei industrieller Trocknung sollte die Temperatur weniger als 45 °C betragen.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Ahorn gehört nach DIN EN 350-2 in Bezug auf Pilzbefall in die Dauerhaftigkeitsklasse 5 - also nicht dauerhaft.

Verwendung:

Dank seiner Hochwertigkeit wird es insbesondere für die Herstellung von Möbeln, Musikinstrumenten und im Innenausbau eingesetzt.

Gewicht frisch:

830—970—1 040 kg/m³

Gewicht darrtrocken (Rohdichte):

0.59 g/ccm