Holzart Birke

Beschreibung der Holzart Birke

Verbreitung:

Nordindien, Westchina, nördliches Europa, Kleinasien, Alaska, Europa und Nordamerika

Kurzbeschreibung:

Birkenhölzer, die zur Gattung der Betula gehören, sind in vielen nördlichen Regionen Europas, Amerikas und auch Asiens sehr verbreitet. In einigen Fällen kommen die Birkenhölzer auch in Bergregionen Chinas und Indiens vor. Die Hölzer, die in den Bergwäldern Europas vorkommen, werden in den meisten Fällen alle zu Furnierholz oder Sperrholz verarbeitet. Hat das Holz eine ausgezeichnete Qualität, kann das Massivholz auch zu hochwertigen Möbeln verarbeitet werden. Auf dem europäischen Markt werden keine Artenunterschiede bei Birkenholz gemacht. In Amerika speziell in Nordamerika wird allerdings in leichte und in schwere Birken unterschieden.
Birken lassen sich in der Regel nur an ihrer Dichte und der Farbe des Holzes, aufgrund der Strukturähnlichkeiten unterscheiden. In der Praxis wird die Unterscheidung über das Birkenholz (Darrdichte 640 kg/m³) und mit einer Brinellhärte von 23 N/mm² vorgenommen.

Farbe und Struktur:

Auch mikroskopische Vergleiche bringen keine aussagekräftigen Unterschiede zwischen den einzelnen Birkenhölzern zu Tage, denn sie sind sich strukturell sehr ähnlich. Einzig und allein werden Abweichungen bei Dichte und Farbe gemacht, ansonsten werden alle Birkenarten gemeinsam beschrieben. Das Splintholz bildet sich bei allen Arten nur blass-gelblich bis weiß-rötlich aus. In sehr alten oder verletzen Bäumen nimmt das Splintholz auch eine bräunliche Farbe an.

Die starken Stämme der Sorten Sweet Birch, Yellow Birch oder auch der Indischen Birke bilden ein fast ebenmäßiges Holz aus. Die Farbe dieses Holzes wird hellgelblich bis dunkelbraun beschrieben, welches von einem Splint umgeben ist, der bis 13 cm breit sein kann. Dabei sind die Poren verstreut angeordnet und auf sehr glatten Querschnitten teilweise als helle Punkte sichtbar. Die Strahlen des Holzes beeinflussen das Holzbild nicht, da sie sehr fein sind. Das Holzbild belebend, sind einzelne Parenchym-Bänder erkennbar, die zusammen mit dunkleren Spätholzzonen feine Fladern bilden.

Gesamtcharakter:

Die Borke ist bei vielen Arten besonders auffällig, die Farbe reicht von Weiß, Hellbraun bis Dunkelbraun und fast Schwarz. Anfangs sehr glatt, wird sich die Borke später in dünne papierähnliche Stücke ablösen, beziehungsweise aufreißen. In den meisten Fällen glattes, seidig glänzenden, dennoch farblich variables Holz. Leichte Arten meist rötlich-oder gelb weiß, schwere Arten zum Teil mit hellen oder dunkelbraunem Kern. Im Gesamtcharakter handelt es sich je nach Faserverlauf um ein schönes Nutzholz, in schlichten und hellen Farben.

Bearbeitbarkeit:

Die Hölzer können maschinell sehr gut und sauber verarbeitet werden, wobei es auf den von der Dichte in Abhängigkeit gebrachten Kraftaufwand ankommt. Eine manuelle Verarbeitung ist ebenfalls sehr gut möglich. Man kann das Holz sehr leicht schälen, profilieren, drechseln, messern und schnitzen, weiterhin kann es hervorragend gebogen werden. Eine gute Verleimbarkeit ist nicht immer gegeben, Nägel und Schrauben halten in dem Holz gut. Unproblematisch ist die Oberflächenbehandlung, allerdings trocknen Polyesterlacke etwas langsam.

Trocknung:

Birkenholz muss langsam und sehr vorsichtig getrocknet werden, da sich sonst Risse bilden können. Das von hellen Birken gewonnene Rund- oder Schnittholz neigt gerne dazu, zu verstocken. Deshalb sollten der Einschnitt und die Trocknung sehr schnell erfolgen.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Birkenholz ist nicht lange haltbar. Die Hölzer sind in die Dauerhaftigkeitsklasse 5 eingestuft.

Verwendungsbereiche:

Die schweren Birken eignen sich besonders gut für die Herstellung unterschiedlicher Kleinmöbel, Möbelteile, Gestühl, Parkett, Spielzeug, Teile von Tasteninstrumenten. Die leichten Birkenhölzer werden für medizinische Spatel, Streichhölzer, Löffel, Spulen, Küchengeräte und Lebensmittelkisten verwendet.

Gewicht frisch:

800–850–900 kg/m³

Rohdichte lufttrocken (12-15% u):

0,51–0,65–0,83 g/cm³