Holzart Esche

Beschreibung der Holzart Esche

Verbreitung:

Nordamerika, Europa, Mittlere Osten.

Kurzbeschreibung:

Beim Eschenholz gibt es viele Arten. Vor allem in Nordamerika und in Europa sind sie zu finden. Dabei gehört die Esche zu den fakultativen Kernholzbildnern. Hierunter zählt auch die Buche. Es bedeutet, dass der Farbkern erst im Nachhinein (erst nach mindestens 40 Jahren) ausgebildet wird. Auf dem Markt wird derzeit der selten erscheinende Olivkern sehr verehrt. Außerdem hat eine helle Farbe mit ringporiger Struktur einen hohen Wert. Da die Esche so dekorativ ist, hat sie auf dem Markt der Ausstattungshölzer eine gute Stellung. Des Weiteren ist sie ein wichtiger Laubbringer. Zu einer Wertminderung führt wiederum der oft gegebene Braunkern. Hiergegen wird jedoch mit der Aufwertung zu einem lebhaft farbigen Holz etwas unternommen.

Farbe und Struktur:

Der Eschensplint hat eine Breite von bis 19 cm und er ist weiß bis gelblich. Das Kernholz besitzt die gleiche Farbe. Mit zunehmendem Alter kann ein Eschenbaum von innen her einen Farbkern bilden. Bräunlich oder graubraun ist dieser bei der Amerikanischen Esche. Bei europäischen Eschen geht die Farbe von graubraun in das Olivfarbene oder in einen Braunkern über. Selten entsteht auch ein gestreifter oliv-brauner Farbkern. Dieser kann mit Olivengehölzen verglichen werden. Ebenso sind durch die großen mehrjährigen Frühholzsporen die Grenzen der Zuwachszonen stark zu erkennen. Sie bilden markante Streifen und Fladern auf den Längsflächen. Riegelwuchs und Wechseldrehwuchs kommen nicht oder nur selten vor.

Gesamtcharakter:

Eschenholz ist elastisch, hart, strukturreich, dekorativ und ringporig. Farblich kann es weiß bis braun oder olivefarben erscheinen.

Bearbeitbarkeit:

Weil das Holz hart und elastisch ist, kann es gut und sauber bearbeitet werden. Zum Messern, Schälen, Drechseln, Biegen und Verleimen ist es ideal. Nur bei Nägeln und Schrauben wird ein Vorbohren geraten. Dafür ist die Bearbeitung der Oberfläche leicht. Es können etwa so genannte Porenfüller genutzt werden, wenn das Eschenholz durch Kalken aufgehellt werden soll. Zudem hilft UV-Lack gegen ein Vergilben.

Trocknung:

Wird das Holz schonend getrocknet, entstehen keine Risse und keine Verschiebungen.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Die natürliche Dauerhaftigkeit dieses Holzes und des Farbkerns wird nach der Dauerhaftigkeitsklasse 5 laut DIN EN 350 eingeordnet. Also ist sie nicht gut. Denn die Kernstoffe werden nicht in den Zellwänden eingelagert.

Verwendungsbereiche:

Wegen der geringen Dauerhaftigkeit findet Eschenholz besonders im Innenbereich Verwendung. Hergestellt werden aus ihm Fußböden, Furniere, Möbel und Treppen. Auch Sportgeräte, Musikinstrumente und Leitern werden hergestellt. Ähnlich ist es mit Bootsriemen und Werkzeugstielen. Wird Eschenholz dennoch außen verwendet, ist es thermisch modifiziert. Mit dieser Behandlung verbessert sich seine Dauerhaftigkeit.

Gewicht frisch:

600-800-1 140 kg/ m³

Rohdichte lufttrocken (12 - 15 % u):

0,45-0,69-0,86 g/ cm³