Holzart Lärche

Beschreibung der Holzart Lärche

Bezeichnung:

Die Lärche, Larix, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse, Pinaceae. Es gibt drei Varianten der europäischen Lärchen, die gewöhnliche europäische Lärche, Larix Decidua, die Karpaten-Lärche, Larix carpatica und die polnische Lärche, Larix Polonica.

Verbreitung:

Die Lärche ist in gemäßigten Klimazonen auf der Nordhalbkugel heimisch. Große Bestände gibt es in den nördlichen Teilen Ostsibiriens. Weiterhin findet man Lärchen in verschiedenen Variationen in China, Japan, im südlichen und östlichen Tibet, in den USA und in der Mongolei.

Kurzbeschreibung:

Lärchen sind sommergrüne Bäume, die im Herbst ihre Nadeln abwerfen. Es gibt über 20 Lärchen-Arten.
In der deutschen Holzwirtschaft spielte die Lärche bis Anfang der 90er Jahre eine geringe Rolle. Als dann jedoch die Diskussionen über Tropenhölzer begann, hat sie im Garten- und Landschaftsbau stark zugenommen. Der geringe Bestand von nur drei Prozent in den Wäldern in Deutschland kann den Bedarf der Holzwirtschaft nicht decken, daher wird das qualitativ hochwertige Holz der sibirischen Lärche, Larix sibirica, eingeführt.

Farbe und Struktur:

Der Splint des Lärchenholzes ist gelblich, im Kern rot oder rotbraun. Im Licht dunkelt das Holz stark nach. Es zeigt einen regelmäßigen Wechsel zwischen hellem Frühlingsholz und dem dazu scharf abgegrenzten dunkleren Spätholz mit tangentialen Flächen und Streifen. Die Harzkanäle sind nur mit der Lupe erkennbar. Das Holz ist grob, gut spaltbar und weniger harzreich als beispielsweise die Kiefer. Es ist sehr dauerhaft und höherwertiger als das Holz anderer Nadelbäume.

Gesamtcharakter:

Lärchenholz ist hart, schwer, robust und witterungsbeständig. Es ist weicher als Eichenholz. Die Maserung ist reich an Kontrasten, vor allem die Jahresringe sind deutlich erkennbar. Daher ist das Holz optisch sehr ansprechend.

Oberflächenbehandlung:

Qualitativ hochwertiges Lärchen-Kernholz benötigt normalerweise keinen Schutz. Es ist witterungsresistent und beständig gegen Schädlinge. Lärchen-Splintholz muss geschützt werden. Nachdem Harz-Stellen beseitigt wurden, kann es mit jeder Methode gut behandelt werden. Um seine schöne Färbung und Struktur zu erhalten und besser hervorzubringen, empfehlen sich farblose oder leicht pigmentierte Lasur-Anstriche.

Bearbeitbarkeit:

Die Lärche gehört zu den härteren Nadelhölzern. Trotzdem lässt sich das Holz mit allen Werkzeugen von Hand oder mit einer Maschine schnell durchführen. Das Bearbeiten wird vorwiegend durch Sägen, gelegentlich auch Schälen, vorgenommen und kann ohne Schwierigkeiten bewältigt werden. Astlöcher und ein hoher Harzgehalt können die Arbeit erschweren.

Trocknung:

Lärchenholz muss sorgfältig getrocknet werden, da es zu Rissen am Ende oder an den Seiten und zu Verwerfungen neigt. Unter natürlichen Verhältnissen trocknet das Holz ziemlich langsam und seine Trocknungszeit ist länger als bei anderen Nadelhölzern. Die Trocknungszeit des Lärchenholzes liegt zwischen 60 und 120 Tagen.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Was die natürliche Dauerhaftigkeit angeht, ist das Kernholz der Lärche anderen einheimischen Nadelhölzern überlegen. Aufgrund ihres langsamen Wachstums hat hier die sibirische Lärche die höhere natürliche Dauerhaftigkeit. Beide, die europäische und die sibirische Lärche, eignen sich für den Einsatz im Garten oder an Fassaden.

Verwendungsbereiche:

Lärche wird bei der Herstellung von Schindeln, von Geräten für Kinderspielplätze, von Fässern und Bottichen zur Lagerung und Transport von festen Chemikalien und chemischen Lösungen, zum Bau von Kühltürmen und Silos verwendet.
In Innenbereich findet das Lärchenholz Verwendung beim Bau von Treppen, für Parkett- und Dielenböden, Decken- und Wandbekleidungen und Einbauten. Auch im Möbelbau wird Lärchenholz, vor allem für Küchen- und Bauernmöbel, verwendet.

Gewicht frisch:

750 – 800 kg/m³

Rohdichte lufttrocken (12-15 % u):

0,47-0,62 g/cm³

Natürliche Dauerhaftigkeit nach DIN-EN-350-2:

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