Holzart Pappel

Beschreibung der Holzart Pappel


Verbreitung:

Die Pappel kommt ursprünglich aus den gemäßigten Klimazonen in Nordamerika, Asien und in Europa.

Kurzbeschreibung:

Die Pappel gehört zu den 35 primären Arten der Gattung Populus, die alle eine holzwirtschaftliche Bedeutung haben. Im Handel gibt es zwei Holztypen, die Espen und die Pappeln. Beide unterscheiden sich nur gering voneinander und haben technische Eigenschafen. Die Pappeln entwickeln einen regelmäßigen Farbkern. In Amerika, In Nord-Indien und in China gibt es viele Naturwälder, während es in Europa mittlerweile nur noch Aufforstungen gibt, die überwiegend aus Türkei, Spanien, Italien und Frankreich stammen. Die größten Anbaugebiete sind in Chile und Argentinien.

Allgemein sind Pappeln sommergrüne Sträucher oder Bäume, die bis zu 45 Metern hoch werden können. Die Borke ist eher rau, glatt und meistens leicht gräulich.

Farbe und Struktur:

Bei den Hybriden und primären Pappelarten ist das Splintholz hell und von einem gelblich-bis rötlich braunen Kernholz abgesetzt. Das Holz der Espen ist dagegen weißlich gelb. Die Zuchwachszonen-Grenzen sind schwach und von einem marginalen Parenchymband markiert. Die Längsflächen aber sind nur bescheiden gestreift oder gefladert.

Gesamtcharakter:

Es handelt sich bei der Pappel um ein helles, weiches, schwach rötlichbraunes bis bräunliches oder weißliches und zerstreut poriges Laubholz von einer homogenen Struktur und einem dezenten Aussehen.

Oberflächenbehandlung:

Die Pappel lässt sich gut verleimen, sodass man für die Oberflächenbehandlung die gängigen Mittel einsetzten kann. Das Holz kann mühelos gestrichen, geglättet oder gebeizt werden. Für eine Lackierung werden glatte Flächen vorausgesetzt. Für Polierungen ist das Holz aber nicht geeignet.

Bearbeitbarkeit:

In der Holzverwendung wird zwischen Pappeln und Espen überhaupt keine Unterschiede gemacht. Das überaus weiche Holz kann ganz leicht mit scharfen Werkzeugen sauber bearbeitet werden. Es kann aber sein, dass es beim auftretenden Zugholz zu einer wolligen Fläche und eher unschönen Bohrungen kommt. Frisches Holz kann direkt gemessert und geschält werden, ohne dabei vorbehandelt zu werden. Die Nagel- und Schraubfestigkeit ist in Ordnung. Die Verklebung kann mit handelsüblichen Leimen und einer Oberflächen-Behandlung durchgeführt werden, da das Holz eine hohe Saugfähigkeit hat, was aber wiederum auch zu Schwierigkeiten führen könnte.

Trocknung:

Die Quell- und Schwindwerte liegen im durchschnittlichen Beriech und haben ein gutes Stehvermögen. Die technische und auch die natürliche Trocknung sind im Normalfall nicht problematisch, da das Holz nicht reißt. Aufgrund der hohen Feuchte am Anfang wird aber immer eine langsame und schonende Trocknung empfohlen. Größere Anteile, die Zugholz beinhalten, können zu Verformungen führen.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Das Kernholz von Espen und Pappeln ist nicht dauerhaft gegen Befall durch Holz-zerstörende Insekten wie Pilze geschützt. Es handelt sich also um ein anfälliges Holz, das immer gepflegt werden muss.

Verwendungsbereiche:

Das Holz der Pappeln ist flexibel einsetzbar und wird vor allem in unserer heutigen Zeit zu Schälfurnieren für Sperrholz, Verpackungen wie Spankörbe, Schachteln und Kisten, sowie zu Zündhölzern verarbeitet. Große Mengen werden auch zu Zellstoff oder zu Plattenwerkstoffen wie Faserplatten verarbeitet. Das Vollholz wird für besondere Produkte wie Möbel, Außenverkleidungen und für den Innenausbau in der Schuhindustrie benutzt, um Prothesen herzustellen, sowie auch Haushaltsgeräte. Im Saunabau, sowie für die Spezial-Holzkohle findet die Pappel auch eine häufige Verwendung.

Gewicht frisch:

730 - 1050 kg/m3

Rohdichte luftrocken:

0,40 - 0,45 - 0,56 g/cm3