Holzart Robinie

Beschreibung der Holzart Robinie

Verbreitung:

Die Robinie ist vor allem im Osten Nordamerikas verbreitet, aber bereits weltweit kultiviert.

Kurzbeschreibung:

Die Robinie stammt ursprünglich aus Nordamerika und heißt dort "Black Locust". Es handelt sich hier um einen Park- und Alleebaum. Sie hat eine gute natürliche Auerhaftigkeit und tolle mechanische Kennwerte, sodass die Robinie in den letzten Jahrzehnten zu einer wichtigen Wirtschaftsbaumart etabliert wurde. Die Qualität des Holzes wird wird von der Stammform des Baumes ausgemacht, der oft einen exzentrischen und krummen Wuchs hat. Das schränkt natürlich die Ausbeute der Sortimente ein. Das Robinienholz, das es in Deutschland zu kaufen gibt, stammt aus Osteuropa, wie zum Beispiel aus Brandenburg, Ungarn und Rumänien.

Bei der Robinie handelt es sich um einen mittelgroßen baum, der bis zu 30 Metern hoch werden kann und einen Durchmesser von maximal 60 Zentimetern hat. Die Pflegemaßnahmen in Plantagen bestimmen die Dimensionen und Formen der Bäume.

Farbe und Struktur:

Der Splint ist schmal und hell und besteht aus einem goldbraunen oder olivbraunen Kern. Die Frühholzporen sind jeweils ringförmig angeordnet und von einem hellen Speichergewebe umgeben. Die Spätholzporen dagegen sind von hellen Parenchymzellen geprägt. Der Faserverlauf ist krumm und somit auch unregelmäßig.

Gesamtcharakter:

Das Holz ist dauerhaft mit einem mattseidigem Glanz und wie schon oben erwähnt, ringporig.

Oberflächenbehandlung:

Für die Außenbehandlung lässt sich gut Transparent- oder Klarlack anwenden. Er schützt das Holz vor direkten Sonneneinstrahlungen und Schlagregen. Es werden zudem noch Lasuranstriche mit UV-Licht absorbierenden Pigmenten empfohlen, da der Lack nicht immer stark genug ist. Decklackierungen sind jederzeit auf einer Dispersionsbasis möglich. Die Lackierungen lassen aber das Robinienholz nicht im besten Licht stehen. Flächen, die unbehandelt lassen werden, vergrauen sehr schnell bei Witterungen.

Für die Innenbehandlung können Lacke, Flüssigwachse, Mattierungen und Beizen ohne Probleme verwendet werden. Wenn die Robinie für einen Fußboden benutzt wird, sollten reine DDLacke verwendet werden, die aber eine Holzfeuchte von weniger als zwölf Prozent voraussetzen.

Bearbeitbarkeit:

Die Bearbeitbarkeit ist vor allem bei trockenem Holz schwierig und erfordert ein Vorbohren für Schrauben und Nägel aufgrund der Faserabweichungen, der hohen Härte und den Verspannungen im Holz. Dafür ist das Holz sehr biegbar, kann aber leider nicht so gut gespaltet werden. Flächen, die sauber bearbeitet wurden, können nach dem Hobeln gut verklebt werden. Das Kernholz sollte nicht getränkt werden, während die Oberflächenbehandlung nur sparsam mit handelsüblichen Mitteln aufgetragen werden sollte.

Trocknung:

Die Quell-/Schwindwerte sind hoch und haben eine schlechte Durchlässigkeit. Deshalb trocknet die Robinie nur langsam und verschalt dadurch auch sehr schnell. Es ist also eine Freilufttrocknung nötig oder eine schonende technische Trocknung.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Die Dauerhaftigkeitsklasse liegt bei 1-2 und ist in Europa sehr selten. Ein juveniles Kernholz mit bis zu 15 Jahrringen hat jedoch eine Dauerhaftigkeitsklasse von vier.

Verwendungsbereiche:

Die Robinie wird für den Außenbau und für Dekor im Innenbereich gerne angewendet. Im Außenbereich sieht man die Robinie im Landschaftsbau, im Rahmenbau oder auf Kinderspielplätzen. Als Dekoration meint man hier Treppen, Fußböden und Möbeloberflächen. Wer das Holz dämpft, kann es im Innenbereich farblich anpassen.

Gewicht frisch (z.B. 730—850—1 180 kg/m³):

Das Gewicht beträgt 800 - 900 - 950 kg/m3

Gewicht darrtrocken (z.B. 440-800 kg/m³):

Das Gewicht beträgt 0,72 - 0,79 -0,85 g/cm3