Holzart Ulme

Beschreibung der Holzart Ulme

Verbreitung:

Die Ulme ist in Europa, Japan, China, Korea, Kleinasien und in Nordamerika verbreitet.

Kurzbeschreibung:

Es gibt 41 bekannte Arten der Gattung Ulmus, die alle anerkannt sind und nur in der nördlichen Hemisphäre verbrietet sind. Die technischen Eigenschaften und das Strukturbild weichen wegen des fast gleichen Aufbaus nur gering voneinander ab, sodass man keine wirklichen Unterschiede hier sehen kann. Die Holzfarbe dagegen ist artabhängig flexibel und erhält in den einzelnen Sortimenten eine hohe Bedeutung. Das Holz der Ulmen wird oft "Rüster" genannt. Die Ulmen sind nämlich vom Aussterben bedroht, da sie von Pilzen angefallen werden und somit krank werden. Der Ulmensplintkäfer trägt hier die größte Schuld. Das Holz, das in Europa verkauft wird, kommt deshalb hauptsächlich aus China in Form von Fertigprodukten wie Spielwaren und Möbel.

Farbe und Struktur:

Der Splint ist hellfarbig zwischen gelblich und graubraun und vom Kernholz stark abgesetzt. Das Kernholz kann hellbraun, mittelbraun bis dunkel rotbraun sein je nachdem aus welchem Land die Ulme kommt. Wenn das Holz Licht ausgesetzt ist, kann es sogar stark nachdunkeln. Alle Ulmen haben ein ringporiges Holz mit mehrreihigen und groben frühholz-Porenringen. Die Spätholzporen sind meistens mit welligen Bändern versetzt und haben Tangantialflächen. Das Holzbild ist also sehr lebhaft für das Auge. Die Porenringe bestimmen dann auch, wie dunkel die Holzstrahlen sind. Meistens riecht die Ulme etwas unangenehm.

Gesamtcharakter:

Die Ulme hat Früh- und Spätholz-Porenringe in allen möglichen Schnittrichtungen und ist deshalb auffällig strukturiert und wird gerne für Dekor verwendet wegen dem breiten Splint und der flexiblen Kernfärbung.

Oberflächenbehandlung:

Für die Innenverwendung können alle Arten der Oberflächenbehandlung angewendet werden, wie zum Beispiel Farbwachse, Lasuren, Beizen und naturbelassene Öle. Weil der Rüster nicht ausreichend Pilzresistenz ist, sollte dieses Holz ohne eine entsprechende Schutzbehandlung nicht für den Außenbereich verwendet werden.

Bearbeitbarkeit:

Ulmen liefern schwere Hölzer mit sehr guten Eigenschaften. Natürlich hängt das alles von den botanischen Wuchsbedingungen ab, da die Eigenschaften bei den ringporigen Hölzern stark schwanken können. Allgemein ist das Holz eher grob, schwer spaltbar und zäh. Es ist also gut zu biegen. Aufgrund des geraden Fasernverlaufs kann das Holz mit üblichen Hand- und Maschinen-Werkzeugen behandelt werden. Schälungen und Messerungen sind hier überhaupt kein Problem. Wenn die Fasern aber stark abweichen könnte es Probleme beim Sägen, Drechseln, Hobeln oder Fräsen geben, weil die Flächen dann filzig werden. Das Holz eignet sich zum Nageln, Leimen und Schrauben. Die Haltbarkeit, sowie die Passgenauigkeit sind von hoher Qualität.

Trocknung:

Die Schwindmaße sind nur mittel, aber die langen Feuchte-Wechselzeiten ergeben ein befriedigendes Stehvermögen. Die technische Trocknung muss schonend vorgenommen werden und eine sorgfältige Steuerung haben, um Verformungen und Rissbildungen zu vermeiden. Das gilt vor allem bei größeren Querschnitten.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Die Resistenz des ungeschützten Kernholzes ist bei den Ulmen nur mäßig aufgrund der Insekten und Pilze, sodass man von einer Dauerhaftigkeitsklasse von 4 ausgehen kann. Es darf also zu keinem direkten Erdkontakt kommen. Für Tief- und Wasserbauten eignet sich die Ulme, weil sie im Wasser dauerhaft ist.

Verwendungsbereiche:

Türblätter, Vertäfelungen, Möbelflächen, Paneelen, Schichtparkette, Treppen, Parketts, Sportgeräte, Haushaltsgegenstände und Spielwaren werden aus der Ulme hergestellt.

Gewicht frisch:

730 - 850 - 1180 kg/m3

Gewicht lufttrocken:

440-800 kg/m3