Holzart Zirbe

Beschreibung der Holzart Zirbe

Verbreitung:

Die Zirbe ist vor allem in Mitteleuropa in den Alpen verbreitet, wie zum Beispiel in der Schweiz, in Bayern, in Österreich, sowie in Südfrankreich. Ein kleiner Teil der Zirben ist auch in den Karpaten wie Tschechien und der Slowakei verbreitet.

Kurzbeschreibung:

Die Zirbe ist die Abkürzung von Zirbelkiefer und es geht hier um einen besonderen Baum, der sehr spezifische klimatische Ansprüche hat und bevorzugt in den Hochgebirgen steht. Deshalb hat die Zirbe nur eine begrenzte Verbreitung gemeinsam mit der Lärche. Das Holz hat ein charakteristisches Erscheinungsbild einer Vielzahl, großer, kleinerer und gesunder Äste. Das Holz hat also ein gesuchtes Strukturelement und hat sogar zu einem traditionellen Einrichtungsstil geführt. Die Sibirische Kiefer ist von hoher wirtschaftlicher Bedeutung in Ostrussland. Damals war die Zirbe noch eine Varietät und wurde als eine Unterart von Pinus Cembra betrachtet. Mittlerweile hat die Zirbe jedoch eine botanische eigenständige Art.

Farbe und Struktur:

Das Kernholz wirkt frisch, hell rötlich braun und ist vom weißlich gelben Splint kaum abgesetzt. Bei hoher Lichteinstrahlung und die Berührung mit Sauerstoff kann der Kern dunkeln und sich dann deutlich vom Splint unterscheiden. Das Holz ist ohne Poren und hat Harzkanäle, die man mit bloßem Auge bei einem Querschnitt erkennen kann. Die Zuwachszonen sind ebenfalls ausgebildet und haben einen gleitenden Übergang zum braunen Spätholz. Die Zirbe ist unter anderem für ihren aromatischen Duft bekannt.

Gesamtcharakter:

Es handelt sich hier um ein farblich ansprechendes und leichtes Holz, das durch ausgeprägte Jahrringe und vielen Ästen deutlich dekorativ und strukturiert ist.

Oberflächenbehandlung:

Die Oberfläche ist ohne Probleme bearbeitbar. Das heißt, dass die Oberflächen mühelos lasiert, poliert und lackiert werden können und das vorzugsweise mit transparenten Präparaten, um die warme Holzfarbe zu erhalten.

Bearbeitbarkeit:

Das Zirbenholz ist weich und hat einen gleichmäßig zarten Aufbau. Mit scharfen Schneiden lässt sich das Holz prima maschinell bearbeiten mitsamt den Ästen. Das Holz ist schrauben- und nagelfest und kann sogar problemlos verleimt werden. Das Holz ist wunderbar zum Schnitzen und Spalten geeignet. Die Werkzeuge können hier aber leider sehr schnell verkleben, weil es sich um ein harzreiches Holz handelt. Deshalb müssen die Werkzeuge regelmäßig gereinigt werden.

Trocknung:

Die Schwindmaße sind gering und geben dem Holz der Zirbe ein sehr stabiles Stehvermögen. Eine technische Trocknung, sowie eine Freilufttrocknung verlaufen hier sehr schnell mit einer geringen Neigung zu Rissbildungen und Verformungen. Bei starken Querschnitten sollte man die Trocknung sehr schonend verlaufen lassen.

Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2):

Der Splint ist bei allen Kiefern anfällig für Holz verbände Bläue, sowie für zerstörende Pilze. Das Kernholz ist nur gering gegen Pilze dauerhaft. Dafür können Insekten den Duft der Zirbe nicht ausstehen.

Verwendungsbereiche:

Das Holz der Zirbe ist attraktiv und wird meisten im Innenbau für Möbel, Täfelungen und Einbauten benutzt. Im Außenbau findet das Holz der Zirbe ebenfalls ihre Verwendung. Das Holz wird nämlich oft zu Schindeln verarbeitet. Bildhauer und Drechsler arbeiten gerne mit dem Zirbenholz, da sie es aus einem nostalgisch, emotionalen Blickwinkel betrachten. Die Zirbe ermöglicht nämlich ein rustikales, alpenländisches Ambiente, was vor allem viele Touristen anzieht. Aus den Nadeln der Zirbe kann ein wundervolles ätherisches Öl hergestellt werden, was präbiotische und antimikrobielle Eigenschaften hat. Es handelt sich also hier um ein Grundstoff für Parfum und Antioxidanzmittel. Die Samen der Zirbe können auch als Nahrungsmittel verkauft werden.

Rohdichte luftrocken:

0,38 - 0,48 -(o,57) g/cm3

Druckfestigkeit:

38 - 40 -49 N/mm2