Porträt Amsel

Amsel

DIE AMSEL – aus früheren Zeiten als sehr scheuer Waldbewohner bekannt, ist sie heute ganzjährig bei uns zu beobachten. Mit 23 bis 29 Zentimetern relativ groß, hüpft sie regelrecht am Boden, wenn sie auf der Suche nach schmackhaften Würmern ist.

Der Familie der Drosseln angehörig, zählt die Amsel in Europa sowohl zu den bekanntesten Vögeln als auch zu den am weitesten verbreiteten Vertretern der Drossel-Familie überhaupt.

Ihr wissenschaftlicher Name ist mit „Turdus merula“ einfach zu merken, und das Durchschnittsalter einer Amsel beträgt ca. 5 Jahre. Als trauriger Aspekt gilt, dass sie in einigen Ländern nicht nur bejagt, sondern sogar als Delikatesse verspeist wird.

Die nachfolgende kleine Aufzählung soll noch ein wenig mehr Einblick in das Amsel-Leben gewähren… 

Aussehen

Das Männchen weist eine pechschwarze Färbung mit Augenring und einem leuchtenden gelben Schnabel auf. Das Weibchen und die Jungvögel dagegen sind viel unauffälliger unterwegs. Sie tragen ein eher schlichtes braunes Federkleid, wobei die Kehle optisch etwas heller erscheint und braun gestrichelt ist.

Verhalten

Im März, während der Balzzeit, geht es los – dann liefern sich die rivalisierenden Amsel-Männchen erbitterte Revier-Streitigkeiten, die schon mal zu aufregenden Kämpfen und Verfolgungsjagden führen können. 

Ansonsten eher Einzelgänger, sind Amseln zur Brutzeit aber paarweise unterwegs, denn sie sind vorbildliche Eltern. Das zeigt sich darin, dass sie ihre Küken sogar noch weiterfüttern, wenn diese das Nest längst verlassen haben.

Amseln gehören nicht zu den scheuen Vögeln und nichts hält sie davon ab, in Gärten auf Würmer-Suche zu gehen. Hier können sie auch gut beobachtet werden, denn sie bewegen sich am Boden hüpfend fort. 

Lebensraum

Die Amseln sind in den unterschiedlichsten Lebensräumen zu Hause. Vorrangig sind sie aber in Wäldern, Parks, Siedlungen und Gärten zu finden. 

Gefährdung

Bei Amseln ist nicht von einer Gefahren-Lage auszugehen.

Zugverhalten

Die Amseln verteilen sich über ganz Europa. Ob dieser Vogel als Zugvogel bezeichnet werden kann, richtet sich danach, wo sich der Brutplatz befindet. So gibt es einige Tiere, die bleiben den Winter über am Brutplatz, während andere gen Süden ziehen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Amseln in Süd- und Ost-Europa an ihrem Brutplatz verbleiben und die Amseln im Norden und Osten als Zugvögel einzustufen sind.

Nahrung

Amseln fressen besonders gerne Regenwürmer, Schnecken und Insekten, sind aber auch Beeren und Früchten gegenüber nicht abgeneigt.

Stimme

Bereits ab Februar bis zum Ende des Monats Juni, kann man den Gesang der Männchen hören. Der Balzgesang erfolgt vorrangig, um potenzielle Partnerinnen anzulocken und das Revier abzustecken – und es geht schon früh los…

…circa 45 Minuten vor Sonnenaufgang kann man den schwarzen Vögeln schon lauschen!

Dabei ist der Gesang volltönend, abwechslungsreich und sehr melodisch. So wechseln sich klare sprunghafte Flötentöne mit kurzem Zwitschern und kleinen Trillern ab. Wenn Gefahr droht, beginnt die Amsel mit einem „pli-pli-pli-pli-pli“, das metallisch klingt, zu warnen.

Was es sonst noch so zu berichten gibt…

Als typische Weichfutter-Fresser bekannt, freuen sich Amseln im Winter über Futtergaben in ihrem Futterhäuschen, die Haferflocken und Mohn genauso beinhalten wie Obst und Rosinen. Sollte der Winter sehr kalt werden, sind Haferflocken, in heißem Öl getränkt, ein wirklich empfehlenswerter Energiespender.