Porträt Aschgraue Sandbiene

Aschgraue Sandbiene

DIE ASCHGRAUE SANDBIENE - (Andrena Cineraria) ist eine Wildbienenart, die aus der Gattung der Andrena Sandbienen stammt.
Diese Wildbienenart ist mit einer länge von 10-15mm recht groß und kommt nahezu in ganz Europa vor.
Zu erkennen ist sie als behaarte schwarze Biene mit einem hellen Thorax und einer hellen Stirn.
Ein weiteres besonderes Merkmal der Wildbiene ist ein kahles und bläulich schimmerndes Hinterteil.
Außerdem hat die Biene weiße behaarte Beine.

Phänologie:

Die Wildbienen fliegen in einem Zeitraum von mitte März beziehungsweise Anfang April bis Ende Mai.
Die Weibchen schlüpfen in der Regel etwas später als die Männchen.
Die Überwinterung der Bienen findet in einem sogenannten Kokon unter der Erde statt, woraus sie dann voll entwickelt im Frühling schlüpfen.
Im Frühling beginnt der Nestbau der Bienen.

Die Andrena Cineraria sammelt ihre Pollen und ihren Nektar von verschiedenen Pflanzenarten und ernährt sich polylektisch.
Die Wildbienen graben ihre Erdnester oder Sandgruben in einer Tiefe von mindestens 10-25cm, wobei die Eintrittspforte tagsüber geöffnet bleibt.
Nachts oder bei Regen wird die Eintrittspforte zum Schutz verschlossen.

Gefährdung:

Die Bienen gelten in Deutschland bislang als ungefährdet.

Aktuelle Bestandssituation:

Die Bienen sind in vielen Bundesländern in Deutschland weit verbreitet, jedoch nicht sehr häufig.

Körpergröße:

Die Männchen erreichen eine Größe von etwa 10-13mm wenn sie ausgewachsen sind.
Die Weibchen erreichen eine Größe von etwa 13-15mm wenn sie ausgewachsen sind.

Flugzeit:

Die Wildbienen fliegen in einer Generation im Jahr.
Sie sind zwischen Mitte März und Ende Mai aktiv.

Pollenquellen:

Hunds-Rose, Schlehe, Sal-Weide, Grau-Weide, Silber-Weide, Purpur-Weide, Wiesen-Löwenzahn, Raps, Scharfer Hahnenfuß, Knolliger Hahnenfuß Hecken-Kälberkopf, Pfeilkresse, Weißer Senf, Acker-Senf, Färberwaid, Echtes Barbarakraut, Orientalisches Zackenschötchen, Berg-Steinkraut, Spierstrauch, Ohr-Weide, Gewöhnliche Traubenkirsche, Teppich-Zwergmispel, Gold-Wolfsmilch.

Nestbau/Nistweise:

Die Sandbienen bevorzugen einen vegetationsarmen Nistplatz.
Sie nisten zum Beispiel auf sandigen Boden, lehmhaltigen Bodem und Lössboden.
Die Nisttiefe beträgt in etwa 10-25cm.
Die Wildbienen bauen unteridisch und haben 2-3 Brutzellen je Nest.

Baumaterialien für die Brutzellen:

Die Weibchen sind für das bauen der Nester und auch für die Pflege des Nestes verantwortlich.
Mineralische Materialien wie beispielsweise Lehm oder auch Sandkörner werden genutzt. Andere Materialien wie Speichel, Laubgehölze, Blattstücke oder Blütenblätter benötigen die Wildbienen ebenfalls zum Bau ihres Nestes. Pflanzenhaare und Pflanzenmörtel beziehungsweise zerkaute Blätter gehören für die Wildbienenart auch zum Nestbau dazu.

Lebensweise:

Die Wildbienen nisten solitär aber auch in Gruppen auf vegetationsarmen und trockenem Boden.
Die Bienen sind außerdem von dem Flachland bis in das Mittelgebirge zu verfolgen und fühlen sich an sonnigen, warmen und trockenen Orten wohl.