Porträt Baumhummel

Baumhummel

DIE BAUMHUMMEL -Bombus hypnorum ist eine leicht erkennbare Art, da sie einen bräunliches Kopfteil, einen dunklen Körper und eine weiße Hinterleibsspitze aufweist.

Die Gefährdung des Tieres:

Die Baumhummel ist durch ihren großen Lebensraum nicht gefährdet. Sie ist in Europa weit verbreitet. Da sie jedoch höhere Lagen bevorzugt, ist diese Art nicht auf den Britischen Inseln anzutreffen. Dennoch wird die Hummelart, genau wie alle anderen Wildbienenarten durch das deutsche Naturschutzgesetz geschützt. Das bedeutet, dass Nester nicht zerstört werden dürfen und keinen Individuen mutwillig geschadet werden darf.

Die aktuelle Bestandssituation:

Die Baumhummel ist nicht gefährdet und weit in Europa verbreitet. Auch in Deutschland ist sie in jedem Bundesland zahlreich angesiedelt.

Die Körpergröße der Baumhummel:

Das größte Exemplar ist die Baumhummel-Königin mit einer Körperlänge von bis zu 20 Millimetern. Die Männchenhingegen sind mit 14 bis 16 Millimetern etwas kleiner als ihre Gattin. Besonders bei den Arbeiterinnen kann die Größe stark variieren. Diese Tiere können zwischen acht und 18 Millimeter lang werden.

Die Flugzeit der Hummelart:

Die Königin ist die erste Hummel, die ab März in Erscheinung tritt. Im April können daraufhin einige Arbeiterinnen beobachtet werden. Drohnen und Jungköniginnen sind allerdings erst in den Sommermonaten Juni bis Juli zu beobachten. Die Flugzeit der Baumhummel endet mit dem Ausflug und der Begattung der Jungköniginnen, da das Volk anschließend abstirbt.

Die Pollenquellen:

Die Hummel ist nicht auf bestimmte Pollen spezialisiert und fliegt daher verschiedenste Blüten an. Das Tier bevorzugt jedoch Lippenblütler, Rosengewächse, wie die Brombeere oder Hülsenfrüchtler, um ihren Pollen zu sammeln.

Die Art des Nestbau:

Eine Besonderheit der Baumhummel ist der Nestbau in höheren Lagen, ähnlich zu Vogelnestern. Durch die Ähnlichkeit der Nisteigenschaft kann es zum Bebauen eines Nistkastens für Vögel kommen. Die Nutzung des Nestes ereignet sich meist nur in den Sommermoneten Juli bis maximal August bevor die Junghummeln ausfliegen. Trotz der kurzen Nutzung kehren die Baumhummeln im nächsten Jahr oft in ihren Nestbau zurück. Die Hummelart bevorzugt bereits bebaute Nistkästen oder Vogelnester, um sich Wohnraum zu schaffen. Die Tiere bauen lediglich Wachsbauten, um ihren Pollen aufzubewahren und die Jungtiere zu versorgen.

Geeignete Nisthilfen und -materialien:

Die Baumhummel bevorzugt verlassene Vogelnester und besonders Vogelnistkästen. Sie profitiert von dem bereits gebildeten Nest. Dies ist wichtig, da die Hummelart nur eine geringe Nestbauphase hat und daher auf bereits bestehenden Wohnraum zurückgreift. Das Tier sucht sich selbstständig einen geeigneten Platz. Bei Wunsch der Ansiedlung sollten Nistkästen nach der Vogelbrut nicht entleert werden.

Die Lebensweise der Baumhummel:

Die Baumhummel lebt kurzzeitig als Schwarm bis die Jungköniginnen begattet wurden und das Volk abstirbt. Ab diesem Zeitpunkt lebt das Tier solitär.