Porträt Blaumeise

Blaumeise

DIE BLAUMEISE - Dieser Vogel mit dem auffälligen Gefieder ist nicht nur ein vielgesehener, sondern auch ein gerngesehener Gast in heimischen Gärten. 

Aussehen

Der Name der Blaumeise deutete bereits die Gefiederfärbung an. Der Rücken, die Flügel sowie die Schultern und der Oberkopf des Kleinvogels weisen eine Blaufärbung auf. Die Federn auf der Unterseite sind gelb. 

Blaumeisen haben als Insektenfresser einen spitz zulaufenden Schnabel. 

Die Geschlechter der Vögel sind aufgrund des fast identischen Aussehens kaum zu unterscheiden. Damit die Ähnlichkeit des Gefieders keine Probleme bei der Wahl des Partners bereitet, weisen die Federn von Blaumeisen eine ultraviolette Färbung auf, die nicht zwar nicht vom Menschen, wohl aber von den Vögeln selbst erkannt wird. 

Verhalten

An Futterstellen fallen Blaumeisen oft durch ein sehr selbstbewusstes Verhalten auf. Tatsächlich sind diese Kleinvögel mit einem durchaus hitzigen Temperament ausgestattet. 

Die Nester von Blaumeisen sind aufwendig gebaut. Vorzugsweise beziehen Blaumeisen Baumhöhlen. Aber auch passende Gebäudespalten oder angebotene Nistkästen werden gerne angenommen. 

Für den Nestbau ist vor allem das Weibchen zuständig. Alles, was sich gut als Baumaterial eignet, zum Beispiel verschiedene Gräser oder Moose, wird mit dem Schnabel herangeschafft. Das Männchen ist für die Sicherheit des entstehenden Nests zuständig und verteidigt es durchaus selbstbewusst. 

Zweimal im Jahr legen Blaumeisenweibchen zwischen 7 und 17 Eier, die ca. zwei Wochen bebrütet werden. 

Bedingungslose Treue gehört nicht zur Eigenheit der Blaumeisen. Die Kleinvögel gehen zwar feste Partnerschaften ein, Seitensprünge gehören zu diesen jedoch dazu und sichern fitten Nachwuchs. 

Lebensraum

Blaumeisen leben in Wäldern genauso wie in vom Menschen bebauten und besiedelten Gebieten. 

Gärten und Parks zählen ebenso so ihrem Lebensraum wie Streuobstwiesen und andere Kulturlandschaften. 

Als Flachlandvogel kommt die Blaumeise in gebirgigen Regionen allenfalls in Tälern vor. Seit einiger Zeit zeigen Blaumeisen jedoch eine Tendenz, sich auch in höheren Lagen anzusiedeln. Als Gründe dafür werden die Klimaerwärmung und das Waldsterben angenommen. 

Gefährdung

Die Blaumeise ist ungefährdet.

Zugverhalten

Blaumeisen können Standvögel oder Teilzieher sein. Viele Vögel bleiben auch den Winter über in den Brutgebieten. Andere ziehen vom mittleren, östlichen und nördlichen Europa in Richtung Südwest.

Nahrung

Blaumeisen sind geschickte Jäger. Ihr geringes Körpergewicht ermöglicht ihnen, an dünnsten Zweigen festgekrallt in Sträuchern, Hecken oder Bäumen Insekten zu suchen. Auch auf Spinnen machen Blaumeisen gerne Jagd. 

In der kalten Jahreszeit sucht der Kleinvogel gerne Futterhäuschen auf. Dort pickt er mit Vorbliebe Fett, verschiedene Nüsse und Samen. 

Stimme

Blaumeisen haben eine helle Stimme. Ihr Gesang ist durchaus vielfältig, enthält Triller und erinnert leicht an das Wiehern eines Pferdes.