Porträt Eisvogel

Eisvogel

DER EISVOGEL

Aussehen

Der Eisvogel ist einfach unverwechselbar, denn sein Oberkopf und die Oberseite sind glänzend kobalt- und azurblau. Der Rücken dagegen ist etwas heller als dessen Flügel. Die Wangen und die Unterseite sind rostorange bis leicht bräunlich. An den Halsseiten und an der Kehle hat der Eisvogel einen kreideweißen Fleck. Der Schnabel ist dafür lang, kräftig und eher dunkel

Verhalten

Der Eisvogel sitzt gerne im Schatten und hält sich immer in Ufernähe auf, da er dort nach Beute Ausschau hält. Sobald er einen Fisch gesichtet hat, stößt er steil und schnell ins Wasser, um nach seiner Beute zu schnappen. Gebrütet wird in länglichen Brutröhren, die jeweils in Steilklippen gegraben werden.

Lebensraum

Der Eisvogel lebt in der unmittelbaren Nähre von fischreichen und langsam fließenden Flüssen, Teichen in Parks und Bächen. Steilhänge sind für ihn wichtig, damit er sich zur passenden Zeit fortpflanzen kann.

Der Eisvogel ist der einzige Vogel in Europa aus der Familie der Eisvögel. Überwiegend kommt er in Asien, Nordafrika und in Europa vor. In den letzten Jahren hat der Bestand leicht zugenommen. Der Eisvogel ist also nur als wenig bedroht eingestuft. 

Gefährdung

In Deutschland ist der Eisvogel nicht gefährdet. Wenn die Gewässer jedoch verbaut oder verschmutzt werden, könnte ihm das auf Dauer schaden, weil es sich ja schließlich um einen kleinen Vogel handelt, der nur in der Nähe des Wassers überleben kann. Es spielt hier keine Rolle, ob es sich um Seen, Altwässer, Gräben, Tümpel oder um Kanäle handelt. Außerhalb der Brutzeit hält sich der Eisvogel sogar manchmal am Meer auf

Zugverhalten

Eisvögel sind keine Zug- sondern Standvögel - zumindest in Europa. In den anderen Kontinenten zieht der Vogel davon, jedoch wohin, ist noch nicht genügend erforscht worden. 

Nahrung

Der Eisvogel ernährt sich am liebsten von Fischen. Wenn er es jedoch nicht schafft, einen Fisch zu fangen, frisst er auch Kaulquappen oder Insekten. Larven und Kleinkrebse stehen auch auf der Speiseliste. Die Jagdmethode ist hier das Stoßtauchen. Der Eisvogel sitzt hier an einem praktischen Ort und sobald er eine mögliche Beute ausmacht, stützt er sich kopfüber ins Wasser. Dabei wird kurz mit den Flügeln beschleunigst. Die Augen bleiben beim Eintauchen offen, sodass der Eisvogel Kontrolle über die Situation behalten kann. Seine Augen sind durch eine Nickhaut geschützt. Wenn er aus dem Wasser wieder aufsteigt, tut er das zuerst mit dem Nacken. Der Kopf ist hier noch an die Brust gepresst. Leider ist nicht jeder Tauchgang erfolgreich. 

Zur Bearbeitung der Beute braucht der Eisvogel eine starke Wurzel oder einen Ast. Die Unterlage darf hier nicht schwingen. Nur so kann der Eisvogel die Beute verschlingen. Größere Fische werden an den den Wurzeln totgeschüttelt. Unverdauliche Überreste wie Knochen werden danach der Mahlzeit herausgewürgt.

Stimme

Der Eisvogel hat eine helle und durchdringende Stimme, die sich nach einem "Zii" anhört. Allgemein ist er sehr ruffreudig und macht sich gerne bemerkbar. Generell handelt es sich hier um einen territorialen Einzelgänger. Er ist überwiegend am Tag aktiv und standorttreu. Meistens sitzt er still herum und beobachtet seine Umgebung. Wenn er anderen Eisvögeln begegnet, kämpft er um sein Territorium. Außerhalb der Brutsaison können auch mehrere Eisvögel zusammen leben.