Porträt Elster

Elster

DIE ELSTER - Elstern sind vielen als Langfinger bekannt. Das ist allerdings eher unbegründet und nur eine Legende. Die sehr neugierigen Vögel verwenden zwar auch einmal Draht zum Nestbau, es kann aber nicht von einem gezielten Stehlen die Rede sein. Auch der Ruf der Elstern für den Rückgang von Singvögeln verantwortlich zu sein, ist ebenfalls unbegründet. Zwar fressen Elstern gerne Eier, allerdings nur in einem geringen Ausmaß, sodass die Elster nicht für den Rückgang verantwortlich sein kann. Die Elster zählt dabei zur Art der Rabenvögel.

Aussehen

Elstern sind etwas kleiner als Krähen. Sie besitzen dabei eine ausgeprägte schwarz-weiß Färbung und haben einen besonders langen Schwanz. In der Sonne kann das schwarze Gefieder auch einmal metallisch blau oder grün glänzen. Vor allem im Flug sind der lange Schwanz und die weißen Handflügel besonders auffällig. Das alles macht die Elstern unverwechselbar. Insgesamt sind Elstern zwischen 40 und 50 Zentimeter groß. Davon entfallen 20 bis 30 Zentimeter auf den Schwanz.

Verhalten

Elstern besitzen einen Ruf als Diebe, welche alles was glitzert stehlen. Dieses Verhalten ist allerdings nur eine Legende. Elstern sind dagegen sehr intelligent und neugierig. Beispielsweise verstecken sie ihre Nahrung im Boden, um diese für später zu besitzen. Teilweise rauben sie auch Futter von anderen Vogelarten. Nester werden in Bäumen gebaut und besitzen eine Überdachung aus Zweigen.

Lebensraum

Ehemals waren Elstern vor allem auf dem offenen Feld anzutreffen. Der Hintergrund war, dass die Vögel dort reichlich Nahrung fanden um zu überleben. Mittlerweile hat sich dies geändert und die Vögel sind vermehrt in Siedlungen anzutreffen. Hier findet man sie häufig in Parks, Gärten und Hinterhöfen.

Gefährdung

Ehemals waren die Elstern aufgrund einer starken Bejagung fast ausgestorben. Die Population hat sich allerdings mittlerweile erholt und gilt seit zwanzig Jahren als stabil. Zwar macht der Rückgang von Feldern den Vögeln zu schaffen, allerdings haben sich die Vögel an die Siedlungsbereiche angepasst.

Zugverhalten

Elstern sind keine Zugvögel und bleiben ihrem Standort treu. Solche Vögel nennt man daher auch Standvögel. Vor allem im Winter bilden sich in der Nähe von Schlafplätzen allerdings größere Gruppen.

Nahrung

Elstern haben sich ihrer Umgebung angepasst und sind dabei auch nicht wählerisch. Die Vögel fressen gerne Vogeleier, Regenwürmer, Beeren, kleinere Wirbeltiere, Sämereien und Früchte. Im Winter steht dann auch Aas und andere Abfälle auf dem Speiseplan.

Stimme

Elstern sind nicht für ihren Gesang bekannt. Dieser ist eher selten, allerdings können Elstern auch singen. In der Regel hört man Elstern eher meckern. Hierbei kennt man vor allem die sehr harten Laute wie „tscha-k“ ider auch „tschaah-tscha“.