Porträt Feldsperling

Feldsperling

DER FELDSPERLING

Aussehen

Der Feldsperling (Passer montanus) hat eine Größe von bis zu 14 Zentimeter und ein Gewicht von 20 bis 24 Gramm. Männchen und Weibchen sehen gleich aus, aber das Weibchen ist etwas größer. So beträgt die Flügellänge bei Männchen zwischen 6,8 und 7,4 Zentimeter und bei Weibchen zwischen 6,6 und 7,1 Zentimeter. Der Schwanz des Männchens hat eine Länge von 4,8 bis 5,8 Zentimeter und der des Weibchens 5 bis 5,6 Zentimeter. Der Feldsperling hat einen weißen Ring um den Hals und einen dunklen Fleck im Bereich der Wange. Ansonsten ist dieser Bereich weiß. Das Gefieder an seiner Unterseite ist graubraun, das auf dem Rücken schwarz braun gestreift. Der obere Teil seines Kopfes ist braun. An der Kehle hat er einen schwarzen Fleck. Er besitzt einen kleinen, aber kräftigen Schnabel. Der Feldsperling kann bis zu 8 Jahre alt werden.

Verhalten

Feldsperlinge leben gerne in größeren Gruppen zusammen. Sie können auch beim Schlafen in Gruppen zusammengekuschelt beobachtet werden.

Auch bei der Brut leben sie gerne in lockeren Kolonien zusammen. Ein Männchen kann dabei zwei Weibchen haben und mit beiden zur selben Zeit Junge aufziehen. Sie nisten sich zur Brut in eine Bruthöhle ein, die sich in einer Baumhöhle oder einem Nistkasten befinden kann. Manche benutzen denselben Nistplatz über mehrere Jahre, andere suchen sich jedes Jahr einen neuen Nistplatz.

Feldsperlinge nehmen oft Sandbäder. Mit diesem Bad im Sand werden sie lästige Parasiten los. Auch ein Bad in flachem Wasser ist sehr willkommen.

Lebensraum

Da der Feldsperling durch die Besetzung seines Lebensraumes durch den Menschen gezwungen war, sich diesen anzupassen, lebt er heute oft auf landwirtschaftlichen Betrieben. Er lebt allerdings bevorzugt an Waldrändern, Lichtungen und offenen Feldern, in deren Nähe es viele Hecken und Büsche oder auch Bäume gibt, aber auch in Alleen und Gärten. Er nistet in Baumhöhlen, Mauernischen, Felsspalten, zwischen Kletterpflanzen an Mauern, unter Dächern und in eigens aufgestellten Nistkästen.

Gefährdung

Da der Feldsperling vorwiegend in ländlichen Gebieten lebt, ist er davon betroffen, dass immer mehr Wald und Felder vom Menschen besetzt werden. Der Einsatz von Pestiziden und Monokulturen haben den Artenreichtum auf Wiesen und Feldern reduziert, was zu einer Einschränkung des Nahrungsangebotes für den Feldsperling geführt hat. Außerdem wurden viele der Hecken an den Feldrändern entfernt, sodass es ihm auch an Nistplätzen fehlt. Sein Bestand hat sich stark reduziert und er musste auf die Vorwarnliste der gefährdeten Vogelarten gesetzt werden.

Zugverhalten

In unseren Breiten ist der Feldsperling ein Standvogel. Er bleibt das ganze Jahr über in seinem angestammten Lebensraum. Die nordeuropäischen Feldsperlinge ziehen im Winter in wärmere Gebiete am Mittelmeer. 

Nahrung

Die Nahrung des Feldsperlings besteht vorwiegend aus Samen von Wildkräutern, Gräsern und wilden Blumen, aber auch aus Getreidekörnern. Die Nahrung wird hauptsächlich vom Boden aufgenommen. Samen von Gräsern und Getreide werden auch von den Ähren gepickt. Gelegentlich stehen auch Knospen und Beeren auf der Speiseliste. Jungvögel bevorzugen kleinere Insekten oder Larven von Insekten.

Stimme

Typische Laute des Feldsperlings sind ein hölzernes „Tek tek tek“ und ein helles „Zwit“. Sein Gesang ist ein rhythmisches Tschilpen, das sich wie „tsche tsche“ anhört. Die Laute sind denen des Haussperlings sehr ähnlich, klingen aber härter.