Porträt Filz-Furchenbiene

Filz Furchenbiene

DIE FILZ-FURCHENBIENE - Halictus pollinosus ist eine Wildbienenart und gehört zur Gattung der Halictus (Furchenbienen) und zur Familie der Halictidae. Sie ist ungefährdet und selten. Die Körpergröße der Wildbiene beträgt 8 bis 9 Milimeter. Sie lebt solitär.

Phänologie:

Die überwinterten Weibchen erscheinen im Mai, die Männchen fliegen ab Mitte Juli.

Die Biene sammelt ihre Pollen polylektisch und baut ihre Nester in selbstgegrabenen Hohlräumen, endogäisch/unterirdisch.

Gefährdung:

Ungefährdet

Aktuelle Bestandssituation:

Selten

Körpergrösse:

8 bis 9 mm

Flugzeit:

Weibchen Mai - September
Männchen Mitte Juli - September

Pollenquellen:

Graukresse, Orientalische Rauke, Rispen-Flockenblume, Krause Distel

Nistweise:

Nester in selbstgegrabenen Hohlräumen, endogäisch/unterirdisch

Nisthilfe:

keine

Lebensweise:

solitär

Vorkommen und Verbreitung:

Die Filz-Furchenbiene Halictus pollinosus ist eine Wildbienenart und wurde erstmalig in den 1990er Jahre in Deutschland, genauer in Rheinland-Pfalz nachgewiesen.
Sie ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und bevorzugt trockenes Klima. Die nördliche Ausbreitung reicht bis zur Atlantikküste Mittelfrankreichs im Westen und Südpolen und Tschechien im Osten. Die gesamte Ausbreitung dieser Wildbienen reicht bis in die Mongolei.

Vorkommen in Deutschland:

Die Filz-Furchenbiene Halictus pollinosus kommt derzeit mit Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz in vier Bundesländern Deutschlands vor. Wobei sich das größte Vorkommen in Rheinland-Pfalz, genauer in Rheinhessen und der nördlichen Pfalz, befindet. Die weiteren Vorkommen in Baden-Württemberg und Hessen sind auf diese Population zurückzuführen. Beim Fund der Wildbienen in Bayern handelt es sich um einen Einzelfall. Laut einer Einschätzung in der Roten Liste der Wildbienen Deutschlands wird von einem starken Expansionsdrang der Wildbienenart gesprochen. Dieser kann aus Fachkreisen nur bedingt zugestimmt werden. Die in Deutschland bekannten Vorkommen beschränken sich bisher auf Teilgebiete, die über ein trockenes und zudem warmes Klima verfügen. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass die Ausbreitung der Wildbienen eher von den Niederschlagsmengen als von den Jahresdurchschnittstemperaturen beeinflusst werden. Es gibt zudem Beobachtungen, welche schlussfolgern lassen, dass sich die Filz-Furchenbiene nicht dauerhaft in Gebieten mit mehr als 650 mm Jahresniederschlag oder Temperaturen mit unter 9,5° C im Jahresdurchschnitt niederlassen kann. Die Gebiete der aktuellen Vorkommen zeigen, dass sich die Wildbienen in Regionen mit unter 620 mm Jahresniederschlag sowie Temperaturen von circa 10° C im Jahresdurchschnitt, wohlfühlen.

Der Zusammenhang beider Faktoren fällt auf und lässt die Vermutung zu, dass Halictus pollinosus in weitere Gebiete Deutschlands, gerade in Bezug auf eine Erwärmung des Klimas, vordringen wird.