Porträt Frühlings-Seidenbiene

Frühlings Seidenbiene

DIE FRÜHLINGS-SEIDENBIENE - (Colletes cunicularius) ist eine ungefährdete Wildbiene. Sie kommt in Deutschland häufig vor. In der deutschen Sprache wird sie auch Weiden-Seidenbiene genannt. Colletes cunicularius ist relativ groß, ihre Körpergröße beträgt 14 mm.

Die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius) gehört zu den Wildbienen und ist im Vergleich zu anderen Bienen recht groß. Diese Art kann eine Länge von 14 mm erreichen. Dafür fehlen ihr die typischen hellgelben Haarbinden, die für gewöhnlich am Ende der Abdominaltergite sitzen. Colletes cunicularius erscheint relativ früh, bereits im März kann sie gesichtet werden.

Die frühe Zeit des Erscheinens ist bei Andrena-Arten jedoch nicht selten. Sie kann so früh auftauchen, da sie nicht als Ruhelarve den Winter verbringt. Gegen Ende des Sommers ist sie bereits ausgewachsen und flugfähig.

Sie wartet nur darauf, dass sie bei den ersten warmen Sonnenstrahlen endlich losfliegen kann. Besonders wohl fühlt sich Colletes cunicularius in feuchten Flussgebieten, aber auch in sandigen Dünen wie Kiesgruben entwickelt sie sich sehr gut. Oft kann sie in Dämmen und auf sandhaltigen Flächen wie Sportplätzen beobachtet werden.

Die Frühlingsbiene baut Bodennester. Zu den häufigen Nachbarn der Colletes cunicularius gehört die Sandbiene, Colletes cunicularius. Sie bevorzugen den gleichen Untergrund. Interessanterweise sehen sich die beiden Arten auch recht ähnlich.

Für Laien sind sie oft schwer zu unterscheiden. Die Sandbiene hat jedoch eine deutliche Graufärbung. Weitere Arten, die in der Nähe der Frühlingsbiene leben, sind Sphecodes albilabris und Sphecodes albilabris.

Frühlingsbienen benötigen neben einem geeigneten Untergrund auch eine Weide in der Nähe, die blüht. Auch für die Wildbienenart ist die Weidenblüte sehr wichtig. Darum setzten sich viele Bienenfreunde für den Erhalt von Weiden ein.

Besonders bekannt in Deutschland sind die Blüten der Sal-Weide (Salix caprea). Aber es gibt auch Grau-Weiden (Salix cinerea) und die Reif-Weiden (Salix daphnoides). Insgesamt besteht die Familie der Weidengewächse mehr als 50 Gattungen mit über 1000 verschiedenen Arten.

Aber vor allem die Sal-Weide ist für die Frühlings-Seidenbiene wichtig, da sie früh blüht. Für die Bienen, die schon im März unterwegs sind, stellt sie eine wertvolle Nahrungsquelle dar.

Phänologie:

Univoltin. Anfang März bis Mitte Juni. Haupt-Nistaktivität von Anfang April bis Mitte Juni. Überwinterung als Imago im Kokon.

Gefährdung:

ungefährdet

Aktuelle Bestandssituation:

häufig

Körpergrösse:

12 bis 14 mm

Flugzeit:

März - Juni

Pollenquellen:

spezialisiert auf Weiden (Salicaceae), Salix cinerea, Salix repens

Nestbau:

Selbstgegrabene Nester in horizontalen oder leicht schrägen sandigen Böden, die eher karg bewachsen sind.

Nistweise:

Bodennester

Nisthilfe:

sandhaltiger Boden

Baumaterial für Brutzellen:

Sand

Lebensweise:

solitär