Porträt Gelbbindige Furchenbiene

Gelbbindige Furchenbiene

DIE GELBBINDIGE FURCHENBIENE - ist eine Wildbiene, die zu der Bienengattung Halictus gehört und zu der Familie der Halictidae zählt. Im Jahr 2018 wurde die Gelbbindige Furchenbiene zur Wildbiene des Jahres in Deutschland gewählt.
Die Männchen und Weibchen haben zwar ziemlich genau die gleiche Körpergröße, jedoch sind die Männchen etwas schlanker und haben lange schwarze Fühler.

Gefährdung:

Die Gelbbindinge Furchenbiene galt in Deutschland lange Zeit als gefährdet, ist es aber inzwischen nicht mehr. Diese Wildbienenart profitiert sehr von den starken Veränderungen des Klimas, da sie im warmen Klima deutlich häufiger anzutreffen sind. Jedoch nimmt gleichzeitig auch die Anzahl an Blühpflanzen immer mehr ab, weshalb dennoch ein gewisses Gefährdungsrisiko besteht. Deshalb sollte man auch in der Zukunft dafür sorgen, dass die Artenvielfalt solcher Pflanzen weiterhin erhalten bleibt.

Aktuelle Bestandssituation:

In den 90er-Jahren war die Gelbbindige Furchenbiene fast ausschließlich in den südlichen und damit wärmsten Teilen Deutschlands verbreitet. Aufgrund der immer weiter steigenden Temperaturen in Folge des Klimawandels verbreitet sich die Wildbienenart inzwischen auch in den nördlichen Teilen Deutschlands. Dadurch ist auch der Bestand der Gelbbindigen Furchenbiene in den letzten Jahren gerade in Deutschland und Europa stark angewachsen.

Körpergröße:

Die Bienen erreichen in der Regel eine Körpergröße von mindestens 12 Millimeter und höchstens 14 Millimeter.

Flugzeit:

Die überwinterten Weibchen beginnen ab Ende April zu fliegen, während die Männchen erst ab Juni bzw. Juli fliegen. Die Flugzeit endet bei beiden jedoch im Oktober.

Pollenquellen:

Als Pollenquelle dienen den Bienen hauptsächlich Korbblütler wie Flockenblumen, Disteln und Ferkelkräuter. Des Weiteren gelten allerdings auch Glockenblumengewächse, Kardengewächse, Tamariskengewächse und Windengewächse als Pollenquellen. Dies liegt vor allem daran, dass diese Pflanzenfamilien im Sommer in den Lebensräumen der Bienen
hauptsächlich vorkommen.
Beispiele: Wiesen-Flockenblumen, Skabiosen-Flockenblumen, Kornblumen, Kratzdistel, Wegwarte. Wiesen-Witwenblume, Tauben-Skabiose, Acker-Winde.

Nistweise:

Die Gelbbindinge Furchenbiene bevorzugt trockenwarme Standorte und legt sich in der Regel in Sand- oder Lehmgruben, Weinbergen oder Hochwasserdämmen nieder. Außerdem ist sie an Waldrändern und Streuobstwiesen zu finden.

Nisthilfe:

Der Nestbau findet in der Hohlräumen in der Erde statt, welche die Gelbbindige Furchenbiene vorher selbst gräbt. Dabei bevorzugen sie vor allem vegetationsarme horizontale Flächen, Steilwände und Böschungen.

Baumaterial für Brutzellen:

Als Baummaterialien nutzen die Gelbbindigen Furchenbienen hauptsächlich Sand und weiches Gestein.

Lebensweise:

Die Lebensweise der Gelbbindingen Furchenbiene wird als eusozial bezeichnet. Während die Weibchen den Winter im gemeinschaftlichen Geburtsnest verbringen, bilden diese im Frühling Gemeinschaften, bei denen eine Biene(Hauptweibchen)das Eierlegen übernimmt. Die anderen Weibchen helfen die Larven zu versorgen. Außerdem bewacht das Hauptweibchen den Eingang solange, bis die Brut geschlüpft ist.