Porträt Gewöhnliche Löcherbiene

gewöhnliche Löcherbienee, Heriades truncorum on the purple flower of Cosmos plant

DIE GEWÖHNLICHE LÖCHERBIENE - welche in der Zoologie Heriades truncorum genannt wird, zeichnet sich besonders durch die dunkle Färbung des ganzen Körpers aus. Sie ist eng artverwandt mit der Wildbiene Heriades crenulatus, weist allerdings einen differenzierten Körperbau und eine andere Anpassung an den Lebensraum auf.

Die Gefährdung der Biene:

Die Biene ist nicht gefährdet und in ganz Europa verbreitet. Besonders in Deutschland bewohnt sie alle Bundesländer sowie Österreich und die Schweiz. Dennoch ist sie wie ihre Artgenossen durch das deutsche Naturschutzgesetz geschützt. Es ist verboten Nester zu zerstören oder Tiere mutwillig zu töten.

Die aktuelle Bestandssituation:

Durch ihren weiträumigen Lebensraum ist die gewöhnliche Löcherbiene sehr häufig vertreten.

Die Körpergröße der Bienenart:

Die Größen der Weibchen und Männchen unterscheiden sich bei dieser Biene nicht. Beide Geschlechter können eine Größe von vier bis acht Millimetern erlangen.

Die Flugzeit der Wildbiene:

Die gewöhnliche Löcherbiene hat eine außerordentlich lange Flugzeit. Besonders die weiblichen Tiere fliegen von Mitte Juni bis in den Oktober stetig. Die Hauptaktivität im Nestbau erfolgt meistens in den Sommermonaten Juli bis August, kann allerdings auch bis in den Oktober reichen. Voraussetzung für die verlängerte Nistzeit ist einerseits ein warmer Spätsommer und andererseits die weniger wärmeliebende Eigenschaft der Wildbienenart.

Die Nutzung der Pollenquellen:

Die Biene sammelt ihre Pollen oligolektisch und ist daher auf Korbblütler angepasst. Sie nutzt viele verschiedene Vertreter dieser Pflanzengruppe und fliegt teilweise sogar Neophyten an. Du den bevorzugten Pflanzen zählen die Wiesen-Schafgarbe, Berg-Astern sowie die Färber-Kamille.

Der Nestbau:

Die Löcherbiene bevorzugt Waldränder, Streuobstwiesen oder Hecken und sogar Siedlungsgebiete als ihren natürlichen Lebensraum. Die Bienenart nistet vorwiegend in Hohlräumen toter Bäume oder in hohlen Pflanzenstengeln. Das Tier baut anschließend Linienbauten mit circa vier Brutzellen. Als Materialien werden Harze von Laub- und Nadelbäumen genutzt.

Nisthilfen und -materialien:

Die Bienenart bewohnt auch Nisthilfen wie Bohrungen in Holz oder Schilfpflanzen sowie hohle Bambusrohre. Das Tier bevorzugt einen Innendurchmesser von circa drei bis vier Millimeter, um den Nestbau ideal gestalten zu können. Zudem können Wunden an Bäumen, aus welchen Wachs austritt offen gelassen werden. Die Biene kann sich etwas Harz holen und für den Bau nutzen. Mit etwas Glück bezieht die Biene ihr Nest immer wieder und baut dieses regelmäßig um, um es von Verunreinigungen und Schäden zu befreien.

Lebensweise:

Die Biene lebt nicht in einem Volk, weshalb es nur Männchen und Weibchen gibt. Aus diesem Grund zählt die Wildbienenart zu jenen mit solitärer Lebensweise.