Porträt Gewöhnliche Schmalbiene

gewöhnliche Schmalbiene

DIE GEWÖHNLICHE SCHMALBIENE - Halictus Lasioglossum Calceatum gehört zu den unscheinbaren Wildbienen. Die Gewöhnliche Schmalbiene ist eine der häufigsten unter den Wildbienenarten. Weltweit gibt es 1700 der Lasioglossum-Arten. Sie ist in unseren Gärten heimisch, allerdings seltener bis fehlend in der norddeutschen Tiefebene. In Deutschland sind etwa 71 Arten bekannt. Davon tragen 18 Arten zur Bestäubung der Nutzpflanzen bei. Sie lässt sich von ähnlichen Halictus-Arten schwer unterscheiden. Bei der Wildbienenart der Furchenbienen haben die Weibchen eine kahle Längsfurche am Hinterleibsende. Die Art teilt sich in zwei Gattungen, die Halictus und die Lasioglossum, die Schmalbiene.

Gefährdung:

Ungefährdet

Aktuelle Bestandssituation:

Häufig

Körpergröße:

Die Gewöhnliche Schmalbiene ist mit 8 bis 10 mm Körpergröße eine eher unscheinbare Wildbiene.

Flugzeit:

März bis Oktober, die ersten (Königinnen) fliegen von März bis zum April.

Pollenquellen:

Die Gewöhnliche Schmalbiene ist polylektisch. Bei der Form der Nahrungswahl haben sie ein breites Blütenbesucherspektrum.
Rund 20 Pflanzenfamilien werden angeflogen von Asteraceae (Gänseblümchen und andere) bis Sapindaceae (Rosskastanie). Darunter sind die häufigsten Raps, weißer Senf, Erdbeeren und Brombeeren. Wie die Honigbiene hat sie Pollenhöschen an den Hinterbeinen, in denen sie die Pollen sammelt und damit aktiv zur Bestäubung beiträgt. Auf Blüten und dürren Fruchtständen bilden die Männchen Schlafgemeinschaften mit bis zu 13 Tieren.

Nistweise:

Die Gewöhnliche Schmalbiene baut in den Hohlräumen in der Erde die Nester. Das sind einfache, meist selbstgegrabene Nester mit zwei Bruten verschiedener Familien bis zu kleinen Völkern mit 50 Brutzellen.
Bei der Nestgründung bevorzugt sie trockenwarme und feuchtkühle Standorte in gleichem Maße. Geeignete Lebensräume gewöhnlichen Schmalbiene sind Vegetationsarme und horizontale Flächen mit beliebigem Boden sowie Böschungen. Sie ist in Gärten, Parks, an Waldrändern und sogar in alpinen Gebieten zu finden.

Nisthilfe:

Nester werden 30 cm tief in vegetationsarmem oder stärker bewachsenem Boden eigenständig gegraben, unter Nutzung von Erdlöchern.

Baumaterial für Brutzellen:

Der Boden von beliebiger Beschaffenheit ist selbst das Baumaterial.

Lebensweise:

Die Gewöhnliche Schmalbiene lebt in primitiv eusozialer Lebensweise.
Überwinternde Weibchen bauen im Frühjahr gemeinsam ein Nest oder mehrere Nester. In ihrem Erdnest gründen sie ein kleines Volk.
Wenn sie nach der Überwinterung die Nachkommen zeugt, bestehen diese meist aus Arbeiterinnen und weniger aus Männchen. Die Aufgaben der Brutpflege sowie der Nahrungsbeschaffung übernehmen sie in kooperativer Arbeitsteilung gemeinsam.

Rasche Vermehrung:

In der zweiten Generation sind etwa 20 % Männchen vorhanden, die die Weibchen begatten und im Herbst absterben. Die Weibchen sind die Königinnen für das nächste Jahr. Überwintern werden sie gemeinsam. Wegen der größeren Anzahl von Königinnen ist die Vermehrungsrate 20 bis 25-fach pro Jahr.