Porträt Glockenblumen-Scherenbiene

Glockenblumen Scherenbiene

DIE GLOCKENBLUMEN-SCHERENBIENE - (Chelostoma rapunculi) ist eine Wildbiene. Sie ist ungefährdet und etwa 7 – 10 mm groß. Die Männchen und die Weibchen sind etwa gleich groß. Die Glockenblumen-Scherenbiene trägt ihren Namen nicht von ungefähr, denn sie ist auf die Pollen der Glockenblumen angewiesen und geht bei anderen Blumen leer aus. Da Glockenblumen in der Natur weit verbreitet sind, ist auch die Glockenblumen-Scherenbiene sehr weit verbreitet. Bei der entsprechenden Anpflanzung von Glockenblumen und vielleicht sogar einer Nisthilfe, lässt sich die Glockenblumen-Scherenbiene in unsere Gärten locken.

Gefährdung:

Die Glockenblumen-Scherenbiene ist nicht gefährdet. Sie ist weit verbreitet und steht auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten in der Kategorie D (ungefährdet).

Körpergröße:

Die Glockenblumen-Scherenbiene wird zwischen 7 und 10 Millimeter groß.

Flugzeit:

Die Glockenblumen-Scherenbiene fliegt zwischen Mai und September in unseren Gärten und Blumenwiesen umher. Die Hauptflugzeit ist dabei von Ende Juni bis Anfang Juli zu beobachten.

Pollenquellen:

Die Glockenblumen-Scherenbiene ist eine absolute Spezialistin unter den Wildbienenarten bei der Pollensuche. Sie steuert ausschließlich Glockenblumen an und füttert ihre Jungen ausschließlich mit den Pollen dieser weitverbreiteten Pflanze.

Nestbau:

Die Glockenblumen-Scherenbiene baut ihre Nistplätze in die Nähe der Futterquellen. So hält sie die zu überwindenden Flugstrecken gering und ist schnell wieder zurück am Nistplatz. Wie jede andere Wildbienenart nistet sie oberirdisch in bereits vorhandenen röhrenförmigen Höhlungen, in hohlen Stängeln oder in Fraßgängen von Käfern. Die Öffnungen verschließt die Glockenblumen-Scherenbiene mit einem sehr festem Mörtel, in den sogar kleine Steinchen eingearbeitet werden.

Nisthilfen und -Material:

Wer den Glockenblumen-Scherenbienen beim Nisten helfen möchte, der sollte in der Nähe von Glockenblumen entsprechende Nistmöglichkeiten schaffen. Hierfür eignen sich am Besten Schilfstängel oder Hartholz-Nistblöcke. In diesen Nistblöcken sollten sich Höhlungen mit einem Durchmesser von 3 bis 5 Millimeter befinden, dann werden sie von der Glockenblumen-Scherenbiene gerne angenommen. Allerdings wird die Glockenblumen-Scherenbiene auch gerne von Parasiten heimgesucht, so legt etwa die Keulhornwespe Eier in die Larven dieser Wildbienenart.

Lebensweise:

Da die Glockenblumen-Scherenbiene weit verbreitet ist, lässt sich ihre Lebensweise gut in unseren heimischen Gärten und Feldern beobachten. Der Glockenblume, als absolut notwendige Nahrungsquelle kommt dabei noch eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Männchen dieser Bienenart schlafen auch in den Blüten der Glockenblume, manchmal auch gleich zu mehreren in einer Blüte. Die schlafenden Bienen kann man an den herunterhängenden Fühlern gut erkennen. Auch an Regentagen ist die Blüte der Glockenblume der liebste Platz der Glockenblumen-Scherenbiene. Durch ihre herunterhängenden Blüten bietet sie idealen Schutz vor den Regentropfen. Und sollte es mal längere Zeit am Stück regnen, dann sitzt die Wildbiene auch direkt an der Futterquelle und kann so einige Tage in der Blüte verbringen.