Porträt Große Harzbiene

Große Harzbiene

DIE GROßE HARZBIENE - Anthidium byssinum ist eine Wildbiene. Ihre Verbreitung ist mäßig häufig und der Bestand auch der großen Harzbiene ungefährdet. Um einiges kleiner als die Honigbiene, verzeichnet die Anthidium byssinum eine Größe zwischen 9 und 12 mm. Diese Größe ist sowohl bei Männchen, als auch Weibchen gleich.

Gefährdung:

Diese Wildbiene ist offiziell gefährdet und auf der roten Liste 3. Ebenfalls ist sie deshalb auch nach dem BNatSchG geschützt.

aktuelle Bestandssituation:

Die Anthidium byssinum ist mäßig häufig vertreten, wobei der Bestand rückläufiger wird und daher auch eine Gefährdung besteht.

Aussehen:

Die weiblichen großen Harzbienen haben am Oberkörper eine fuchsähnliche rote Behaarung, welche den Männchen fehlt. Männchen haben aber im Gesicht gelbe Zeichnungen, die wiederum den Weibchen fehlt. Auf der Bauchseite ist die Anthidium byssinum meist weiß, da sich hier die Pollen sammeln.

Körpergröße:

Sowohl Männchen, als auch Weibchen haben eine Größe zwischen 9 und 12mm.

Flugzeit:

Teilweise schon im Mai, aber eher Anfang Juni bis Anfang September beginnen die großen Harzbienen ihren Flug und die tägliche Arbeit. Das ist auch ähnlich zu anderen Bienenarten

Pollenquellen:

Die große Harzbiene ist zwar polylektisch, doch sie zeigt auch gewisse Vorlieben für bestimmte Pflanzenarten.

Folgende Pflanzen im landwirtschaftlichen Bereich werden von der großen Harzbiene bestäubt:

Luzerne, Vogel-Wicke, Bunte Kronwicke, Verschiedenblättrige Platterbse, Wald-Platterbse, Knollen-Platterbse, Wiesen-Platterbse, Sumpfhornklee

Nestbau:

Ganz im Gegensatz zu anderen Bienenarten, welche einen Nestbau in Wabenform pflegen, erscheint der Nestbau der großen Harzbienen mit Zellreihen. Die Bauart ist daher längs und grenzt die Larven voneinander ab. Hierbei wird im Boden eine Höhle ausgegraben und die Nester in dieser abgelegt. Mit etwa 50 Nestern ist eine solche Kolonie dann besetzt.

Nisthilfen und -Material:

Wie auch oft bei anderen Nestern, verwendet diese Wildbienenart Blätter von Bäumen und Sträuchern. Darüber hinaus wird das ganze Nest dann aber auch noch mit dem Harz einer Fichte oder Kiefer überzogen.

Lebensweise:

Die große Harzbiene bevorzugt sonnige und hellere Gegenden, wie beispielsweise Waldränder. Den Schlaf holen sich die Anthidium byssinum in kleinen Gruppen oder alleine in Hohlräumen oder sogar festgebissen an Pflanzenblättern. Die Lebensweise ist aber grundsätzlich solitär, da die große Harzbiene eher eine Einzelgänger ist.

Fortpflanzung:

Die Fortpflanzung erfolgt auf dem gleichen Weg, wie auch bei anderen Bienenarten. Die große Harzbiene bevorzugt den Akt der Fortpflanzung aber hauptsächlich auf einer Blüte.

Verbreitung und Regionen:

Meist kommt die große Harzbiene in Mittelgebirgen im Raum Südeuropa & Mitteleuropa vor. In Deutschland ist sie in keiner Region ausgeschlossen und kann überall vorkommen.