Porträt Haussperling

Haussperling

DER HAUSSPERLING

Aussehen

Die kleinen Vögel werden bis zu 16 cm groß und wiegen zirka 30 Gramm. Das Gefieder ist bei Männchen auffälliger gemustert. Die schwarze oder dunkelgraue Kehle und der schwarze Brustlatz unterscheiden sie von den Weibchen. Nach der Mauser sind die Muster weniger deutlich zu erkennen. Das Federkleid ist meist hell bis kastanienbraun gefärbt. Sitzen die Sperlinge aufgeplustert im Garten, sehen sie sehr gedrungen aus. Im Flug wird dann erst der Körper wirklich sichtbar. Der kurze starke Schnabel kann Samen und Körner leicht aufbrechen.

Verhalten

Der Spatz ist ein geselliger Vogel. Er lebt und brütet gerne in Gruppen. So werden auch Futterplätze immer gemeinsam angeflogen. Erschreckt sich ein Gruppenmitglied, schwirrt die gesamte Menge an Vögeln weg und kommt danach schnell im Verbund wieder zurück. Als Kulturfolger ist der Spatz schon lange an die Nähe des Menschen gewöhnt. Seine Nistplätze sucht er daher auch in Gebäuden oder Nischen, die in der Nähe sind. Er ist dabei nicht wählerisch. Er kann auch frei in den Bäumen oder Sträuchern ein Nest bauen. Der Spatz nimmt gerne gebaute Nistkästen an. Die Einfluglöcher müssen ausreichend groß sein.

Lebensraum

Der Spatz lebt immer in der Nähe zum Menschen. Dort findet er alles, was er zum Leben braucht. Bedingung ist, dass es Gärten mit Gewächsen gibt. Solange Samen und Körner ausreichend vorhanden sind, fühlt sich der kleine Vogel wohl. Landwirtschaftliche Betriebe, Gärtnereien, Gärten und Parks ziehen ihn an. Dort kann er sich mit der erforderlichen Nahrung versorgen. Hier findet er ausreichend Nistplätze zum Brüten.

Gefährdung

Obwohl der Spatz gerne in der Nähe des Menschen lebt, gefährden ihn seit Jahren einige Verhaltensweisen. Verdichtete Steingärten und versiegelte Fassaden erlauben es dem Vogel nicht, einen Nistplatz zu finden. Das Angebot an Nahrung wird dadurch auch immer weniger. Werden die Wiesen und Rasenflächen ständig kurz gehalten, kann er selbst dort keine Nahrung finden.

Zugverhalten

Der Haussperling ist ein Standvogel. Er bleibt das ganze Jahr am Ort. 

Nahrung

Diese Vogelart ernährt sich von Sämereien und Körnern. Sie picken aber auch reifes Obst oder Beeren. Während der Aufzucht der Jungtiere werden Raupen, Larven und Insekten gefressen und verfüttert. Nur wenn das natürliche Nahrungsangebot nicht ausreicht, nehmen sie Abfälle auf. Dann können auch Knospen und Krümel als Futter genutzt werden. Besonders in den Städten sind sie deshalb oft in der Nähe der Tische zu finden. Sie haben gelernt, dass dort immer wieder Reste zu Bodenfallen, die stibitzt werden können.

Stimme

Das "Tschilp" des Spatzes ist immer wieder laut zu hören. Wenn die Tiere in Gruppen am Vogelhaus oder im Baum sitzen, scheinen sie sich laut miteinander zu unterhalten. Nur bei Angst oder Ärger kann aus dem Tschilpen auch ein ärgerliches und lautes Zetern werden.