Porträt Kleiber

Kleiber

DER KLEIBER - er ist nicht nur aufgrund seines prägnanten Äußeren gut zu erkennen. Auch seine Eigenart kopfüber an Baumstämmen hinunterzulaufen macht ihn unverwechselbar.

Aussehen

Der 14 cm lange Körper des Kleibers ist eher kompakt. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 27 cm. Das maximale Gewicht 24 Gramm. 

Das Gefieder ist auf der Oberseite des Vogels grau mit bläulichem Schimmer. Auf der Unterseite dominieren die Farben orange und beige. 

Ein schwarzer Augenstreifen zieht sich über das Gesicht des Kleibers und endet am ungewöhnlich kurzen Hals.

Der kräftige Schnabel hat eine dunkle Färbung. Die Beine sind ockerfarben. 

Verhalten

Kleiber brüten in Höhlen. Im Gegensatz zu anderen Vögeln, fertigen sie diese jedoch nicht selbst an, sondern beziehen zurückgelassene Nisthöhlen anderer Vögel. 

Um die Höhle vor Feinden zu schützen, betätigt sich der Kleiber handwerklich. Er sammelt Erde und Lehm und klopft diese Werkstoffe solange um den Eingang der Höhle, bis dieser gerade noch groß genug ist, damit er selbst hindurchpasst. Dieses Verhalten hat ihm den Namen Kleiber eingetragen, kleiben = kleben. 

Zu Frühlingsbeginn legt das Weibchen bis zu neun Eier. Diese werden 15 bis 18 Tage bebrütet. Die Nestlingsdauer des Nachwuchses beträgt knapp 25 Tage. 

Kleiber brüten so gut wie immer nur einmal pro Jahr. 

Auffällig am Kleiber ist, dass er des Öfteren kopfüber gesehen wird. So findet er auch Insekten, die hinter schräg nach oben stehenden Rindenstücken versteckt sind. 

Lebensraum

Der Kleiber besiedelt Wälder, Alleen, Parkanlagen und auch Gärten. Friedhöfe und Feldholzinseln bieten ihm ebenfalls ein Zuhause. 

Gefährdung

Der Kleiber zählt nicht zu den gefährdeten Vogelarten.

Zugverhalten

Kleiber sind keine Zug,- sondern Standvögel. 

Nahrung

Kleiber picken mithilfe ihres kräftigen, spitzen Schnabels Insekten und Spinnen aus der Baumrinde. Zudem ernähren sie sich von Samen und Nüssen. 

Der Kleiber ist auch unter dem Namen "Spechtmeise" bekannt. Wie der Buntspecht, betätigt auch dieser Vogel sich beim Öffnen von Nüssen gerne als geschickter Handwerker. Er klemmt diese in geeignete Baumritzen und hackt solange mit dem Schnabel darauf ein, bis sie zerbrechen. 

Findet der Kleiber mehr Nahrung als gerade benötigt, dann versteckt er diese in kleinen Ritzen und Spalten. In schlechten Zeiten findet der hungrige Vogel die so deponierten Vorräte problemlos wieder.

Im Winter bedient sich der Kleiber gerne an Vogelhäusern. Hier frisst er besonders gerne verschiedene Nüsse. Aber auch eine Mischung aus Körnern und Fett wird von ihm angenommen. 

Stimme

Kleiber sind durchaus laute Vögel. Vor allem die Männchen sind ruffreudig. Pfeiftöne und Triller wechseln sich in unterschiedlicher Lautstärke und Tonhöhe ab.