Porträt Rainfarn-Maskenbiene

Rainfarn Maskenbiene

DIE RAINFARN-MASKENBIENE - ist nicht nur die Wildbiene des Jahres 2022, sondern ist auch eine der kleineren Arten. In der Fachsprache wird das kleine Exemplar Hylaeus nigritus genannt. Optisch ähnelt die Bienenart durch die dunkle Färbung nicht nur Artgenossen, sondern auch Ameisen oder Wespenarten.

Die Gefährdung der Wildbiene:

Die Wildbiene ist vereinzelt gefährdet und lebt hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten Europas und somit auch in Deutschland und den Nachbarländern. In Deutschland wird die Wildbienenart daher mehrfach geschützt, da das Nahrungsangebot langsam schwindet. Durch die starke Bebauung in den Städten nimmt die Fläche für Futterpflanzen stetig ab. Aus diesem Grund ist die Rainfarn-Maskenbiene in Berlin als stark gefährdet eingestuft. In den ländlichen Regionen ist die Art nicht gefährdet.

Die aktuelle Bestandssituation:

Im natürlichen Lebensraum der Tiere sind diese sehr häufig, vor allem im ländlichen Bereich. Dennoch erschwert die zunehmende Zerstörung der Nistplätze, hauptsächlich in Städten den Populationserhalt.

Die Körpergröße des Tieres:

Die Rainfarn-Maskenbiene ist ein kleines Exemplar unter ihren Artgenossen, da sie nur eine Körpergröße von circa neun Millimetern erreichen kann. Männliche und Weibliche Tiere unterschieden sich kaum bis gar nicht in der Größe, sind allerdings immer unter 10 Millimeter groß.

Die Flugzeit:

Die Wildbienenart fliegt in den wärmeren Monaten von Ende Mai bis in die letzten Tage des Augustes. Durch die univoltine Eigenschaft wird nur eine Generation pro Jahr ausgebildet. Die Überwinterung der Biene erfolgt in den Brutzellen des Nestes, woraus im nächsten Jahr Jungbienen schlüpfen.

Die bevorzugten Pollenquellen:

Der Name der Wildbienenart verrät, dass sich das Tier auf bestimmte Pflanzen spezialisiert hat und zwar auf Korbblütler. Zu dieser Pflanzenart gehört beispielsweise der Rainfarn. Durch das besondere Sammelverhalten wird die Biene als oligolektischer Pollensammler beschrieben. Eine weitere Besonderheit der Bienenart ist das Sammelverhalten. Das kleine Tier kann keinen Pollen tragen, weshalb dieser in den Kropf aufgenommen werden muss, um ihn zu den Brutzellen zu bringen. Die Rainfarn-Maskenbiene ist somit ein Kropfsammler.

Der Nestbau:

Der Nestbau wird durch die Weibchen vollzogen und meist oberirdisch angelegt. Oft werden Risse in Mauern oder Gesteinsspalten für den Bau genutzt. Die Rainfarn-Maskenbiene baut im Gegensatz zu vielen Artgenossen eine große Anzahl Brutzellen und zwar bis zu 20 Stück, welche hintereinander in den Stein gebaut werden.

Nisthilfen und -materialien:

Die Bienen nehmen Spalten und Löcher in Gesteinshaufen oder Mauern an. Als Nisthilfe können somit kleine Löcher in Mauern gebohrt werden oder Steinhaufen als Nistmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden. Eine große Hilfe ist zudem der Anbau von Futterpflanzen für das Tier, da durch den Pollen die Larven ernährt werden.

Die Lebensweise der Tiere:

Die Rainfarn-Maskenbiene lebt solitär, weshalb nur in Männchen und Weibchen unterschieden wird. Bei dieser Lebenswese sind Drohnen oder Arbeiterinnen im herkömmlichen Sinn nicht vorhanden.