Porträt Wegwarten-Hosenbiene

Wegwarten Hosenbiene

DIE WEGWARTEN-HOSENBIENE - wird in der Zoologie Dasypoda hirtipes genannt und ist eine der Wildbienenarten. Der Name Hosenbiene wurde aus dem Erscheinungsbild des Tieres abgeleitet, da dieses sogenannte Haarbürsten an den Hinterbeinen aufweist, welche optisch einer Hose ähneln.

Die Gefährdung des Tieres:

Die Wegwarten-Hosenbiene ist kein gefährdetes Tier. Die Bienenart lebt hauptsächlich in Europa, weit verbreitet in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die starke Bebauung in den letzten Jahrzehnten hat die Population durch die Zerstörung zahlreicher Nester minimiert.

Die aktuelle Bestandssituation:

Die Hosenbiene ist häufig in Lagen unter 300 Metern Höhe anzutreffen und in ihrem natürlichen Lebensraum sehr häufig vertreten. Dennoch wird die Wegwarten-Hosenbiene durch das deutsche Naturschutzgesetz geschützt. Dies dient der Arterhaltung aller wilden Bienenarten.

Die Körpergröße der Biene:

Diese Bienenart lebt nicht in einem Volk, weshalb nur in männliche und weibliche Tiere unterschieden wird. Das Männchen ist mit elf bis 14 Millimetern Körperlänge etwas kleiner als das Weibchen. Dieses ist 12 bis 15 Millimetergroß und daher eine eher große Wildbienenart.

Die Flugzeit der Wildbiene:

Die Hosenbiene fliegt vorrangig in den Sommermonaten bis zum Herbstanfang und somit meist nur von Mitte Juni bis Ende September. In den Wintermonaten halten sich die Bienen als Ruhelarven in den gebauten Nestern auf und schwärmen im nächsten Sommer aus.

Die Pollenquellen der Wegwarten-Hosenbiene:

Die Bienenart ist speziell auf Korbblütler angepasst und sammelt ihren Pollen oligolektisch. Am häufigsten wird die gewöhnliche Wegwarte angeflogen, wie der Name vermuten lässt. Aber auch der Herbst-Löwenzahn, das Gewöhnliche Bitterkraut oder die Rauhe Gänsedistel dient als Pollenquelle für das Wildtier.

Der Nestbau der Wildbiene:

Die Wegwarten-Hosenbiene baut meist in Sandgebieten und Kiesgruben ihr Nest, welches in vegetationslose Bereiche oder alte Maulwurfshügel gesetzt wird. Falls das Tier in Siedlungsgebieten lebt, werden oft Fugen von Pflasterflächen für den Nestbau genutzt. Die Hosenbiene baut einen Hauptgang, welcher bis zu 60 Zentimeter Länge umfassen kann und erweitert diesen durch die Brutzelle. Die Besonderheit ist, dass diese Bienenart kein Sekret für die Auskleidung des Nestes nutzt. Der Zugang zu den Brutzellen wird lediglich mit Sand verschlossen.

Nisthilfen und -materialien:

Die Bienenart nistet in Hohlräumen der Erde, welche oftmals selbst gegraben wurden. Daher können kaum Materialien zur Hilfe gestellt werden. Es ist lediglich möglich kleine freie Sandflächen im Rasen zu lassen oder steinige Passagen anzulegen, welche als Niststelle dienen können.

Die Lebensweise der Tiere:

Die Tiere leben nicht in einem Volk, können sich allerdings kolonieartig ansiedeln. Auf gutem Untergrund bauen oft viele Wegwarten-Hosenbienen gleichzeitig, sodass bis zu mehrere hundert Nester auf einer abgegrenzten Fläche entstehen können.