Porträt Wintergoldhähnchen

Wintergoldhähnchen

DAS WINTERGOLDHÄHNCHEN

Aussehen

Das Wintergoldhähnchen ist an der Oberseite olivgrün und an der Unterseite cremeweiß. Besonders der Scheitel fällt auf, da dieser bei den Weibchen gelb und bei den Männchen orange gefärbt ist. Der Scheitel wird zusätzlich von schwarzen Längsstreifen eingerahmt. Die Augen sind groß und schwarz, werden aber von hellen Federn umgeben. Im Vergleich zum Sommergoldhähnchen hat diese Vogelart weder Augen- noch einen Überaugenstreif. 

Das Wintergoldhähnchen ist um die neun Zentimeter groß und wiegt insgesamt nur sieben Gramm. Die Art gehört den Sperlingsvögeln an. Der Körper ist rundlich aufgeplustert. Die Wirkung erscheint so, da das Nackengefieder etwas länger ist und der Kopf dadurch angeklebt wirkt. Die Rückwärtskralle ist stark gebogen, was zeigt, dass diese Vogelart überwiegend in Nadelwäldern wohnt. 

Verhalten

Es handelt sich hier um eine kleine Vogelart, die vor allem tagsüber aktiv und damit beschäftigt ist, Nahrung zu finden. Das Wintergoldhähnchen klettert auf der Astunterseite herum, um währenddessen Insekten von der Unterseite der Blätter und Nadeln einzusammeln und aufzufressen. Das Nest wird zu einem kugelförmigen Napf in einem dichten Nadelbaumgeäst gebaut. Insgesamt brütet diese Vogelart zwei Mal jährlich.

Die Nester werden gerne aus Spinnstoffen, Eierkokons und Gespinsten verschiedener Raupenarten gebaut. Das Nest ist am Ende dann so gut isoliert, dass das Weibchen die bebrütenden Eier bis zu 25 Minuten verlassen kann, ohne dass die Küken darin sterben. 

Lebensraum

Am häufigsten trifft man in Misch- und Nadelwäldern auf das Wintergoldhähnchen. Zur Brutzeit ziehen diese gerne in einen Fichtenwald. Im Winter dagegen werden offenere Landschaften bevorzugt, sowie Gärten und Parks. Die Wintergoldhähnchen leben überwiegend in Mitteleuropa, bewohnen aber sogar die Azoren. Dort wohnen sie dann in Wacholdergebüschen oder in den immergrünen Macchien. Außerhalb der Brutzeit kann man die Vogelart auch in Schilfgebieten oder in Laubwäldern sehen. Ansonsten gibt es den Wintergoldhahn auch in Mittel- und Zentralasien, sowie im Südwesten Sibiriens und in Osteuropa.

Gefährdung

Diese Vogelart ist nicht gefährdet. Insgesamt gibt es in Europa 35 Millionen Brutpaare. Der Bestand ist jedoch zurückgegangen, da die Winter immer Kälter werden und fiele Fichtenbäume gefällt wurden. Wintergoldhähnchen brauchen nämlich einen gewissen Schutz und ein hohes Nahrungsangebot, da sie viel fressen müssen, um überhaupt überleben zu können. 

Zugverhalten

Eigentlich sind Wintergoldhähnchen keine Zugvögel und überwintern die kalte Jahreszeit in Deutschland. Vögel jedoch, die aus dem Nordosten kommen, überwintern ihre Zeit lieber im Norden.

Nahrung

Am liebsten ernähren sich die Wintergoldhähnchen von Spinnen, Springschwänzen und Insekten. Generell fressen diese nur Gliederfüßer. Sie fressen sogar teilweise das Doppelte von deren Eigengewicht. Ihre Beute können sie mit den Fußkrallen nicht fassen. Mit dem Schnabel fällt es diesen ebenfalls schwer, die Beute zu fangen. Sie handhaben es so, dass sie die Spinnen und Insekten auf eine harte Unterlage schleudern, um diese dann mit einem Biss zu verschlingen. Diese Vogelart ist so verfressen, dass sich diese sogar durch Menschen nicht stören lassen.

Stimme

Der Ruf des Wintergoldhähnchens hört sich nach einem "Sri-sri-sri" an. Diese Laute werden oft hintereinander wiederholt. Sie haben einen feinen und nahezu wispernden Gesang und eine wunderschöne, angenehme Stimme zum Zuhören. Das Ende hört sich dann auch leicht trillernd an.