Porträt Zilpzalp

Zilpzalp

DER ZILPZALP - Ein kleiner, eher unscheinbarer Vogel, mit einer großen Stimme. Sein Gesang ist Namensgeber des Zilpzalps.

Aussehen

Der Zilpzalp sticht in der Vogelwelt nicht durch eine besondere Zeichnung hervor. Sein Gefieder ist auf der Oberseite in Grau- und Brauntönen gefärbt, mit einem Schimmer ins Grünliche. Die Federn auf der Bauchseite sind heller und haben zur Brust hin manchmal einen zarten Hauch von Gelb. Auch im Gesicht, um seine Augen, hat der Zilpzalp gelbe Streifen. Die Füße des Vogels sind dunkel bis schwarz, der Schnabel ist schmal.

Weibliche und männliche Zilpzalps sind vom Aussehen her nicht zu unterscheiden. Beide Geschlechter wiegen bis zu 9 Gramm und erreichen eine Körperlänge von ca. 10 cm bis 11 cm.

Verhalten

Der Zilpzalp ist ein Bodenbrüter. Er baut sein Nest aus Grashalmen, Moos oder anderen Pflanzenteilen. Es wird entweder knapp über Bodenhöhe errichtet oder ist direkt auf dem Boden. Deshalb ist das Nest auch sehr anfällig für Fressfeinde. Mader, Katzen und sogar Eichhörnchen sind eine häufige Bedrohung für das Gelege. 

Zilpzalpe gehen keine lebenslange Partnerschaft ein, sondern suchen sich jeden Frühling einen neuen Partner zur Paarung. 

Ab April legt das Weibchen bis zu 6 Eier und bebrütet diese 12 bis 15 Tage. Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungvögel noch zwei Wochen im Nest. 

Lebensraum

Der Zilpzalp lebt in Laub- und Mischwäldern. Nadelwälder bevorzugt er nicht, ab und an ist er jedoch auch dort anzutreffen. Auch in menschlicher Nähe, zum Beispiel am Rande von Städten, lebt der Zilpzalp häufig. Parks und Gärten sowie Friedhöfe besiedelt er ebenfalls gerne. Bei der Auswahl von Besiedelungsgebieten ist für den Zilpzalp als Bodenbrüter ausschlaggebend, dass die Vegetation in Bodennähe möglichst üppig und dicht ist. Zudem ist er auf Baumbestände in der Nähe angewiesen, da er dort vorzugsweise seine Nahrung findet.

Gefährdung

Obwohl der Zilpzalp als Bodenbrüter Fressfeinden häufiger ausgesetzt ist als Vögel, die in Bäumen oder Sträuchern brüten, zählt er nicht zu den gefährdeten Vogelarten. 

Zugverhalten

Der Zilpzalp fliegt im Herbst in wärmere Gefilde. Im Winter ist er im Mittelmeerraum zu finden, zieht jedoch auch bis nach Afrika und in Richtung Arabische Halbinsel. Einige wenige Vögel bleiben auch in der kalten Jahreszeit in ihrem Brutgebiet. Vermutlich sind diese Versuche auf die Klimaerwärmung und die Winterfütterung zurückzuführen. 

Nahrung

Der Zilpzalp macht Jagd auf kleine Insekten. Er frisst auch Spinnen und kleinere Schnecken sowie eher selten Früchte oder Beeren. In Gärten ist der Zilpzalp gerne gesehen, weil auch Blattläuse auf seinem Speisplan stehen. 

Stimme

Sein melodischer "zilp-zalp-zilp-zalp"-Gesang in wechselnden Tonhöhen hat dem Vogel seinen Namen gegeben.